Kamerasystem »BOS Cam« für Lageerkundung
Persönliche Schutzausrüstung
Mit der Kamerafamilie »BOS Cam« stellt der Hersteller ein System zur visuellen Lageerkundung für Einsatzkräfte vor. Die Kameras liefern Bilddaten für Einsatzleitung und Führungsstrukturen und unterstützen damit eine schnellere Lagebeurteilung sowie die Dokumentation und Auswertung von Einsätzen.

Das Kamerasystem »BOS Cam« überträgt Bilddaten aus verschiedenen Einsatzbereichen an eine Basisstation und unterstützt so die Lagebeurteilung der Einsatzleitung (Bild: BOS Connect).
Die »BOS Cam« dient der schnellen Erkundung und Lagebeurteilung durch die Einsatzleitung. Die Bildinformationen ermöglichen es, Maßnahmen auf Grundlage der aktuellen Situation einzuleiten.
Die Kamerafamilie umfasst ein Kamerasystem mit verschiedenen Komponenten und startet zur Interschutz 2026 in der dritten Version. Neben unterschiedlichen Ex- und Robust-Varianten stehen auch besonders kompakte Kameras zur Verfügung, um Einsatzkräfte je nach Anwendung mit geeigneter Hardware auszustatten. Auf der Softwareseite wurden zusätzliche Funktionen ergänzt.
Für verschiedene Einsatz- und Nutzungszwecke stehen unterschiedliche Kameras bereit. Dazu gehören Ex-Kameras für explosionsgefährdete Bereiche, Bodycams für Trupps, Kameras zur Montage an Drehleitern, Kameras für Hochwassereinsätze mit Langzeitübertragung sowie Kameras für Führungsgruppen- und Stabsarbeit und für Ausbildungszwecke. Alle Kameras können ihre Daten über WiFi übertragen, sodass Bildinformationen unmittelbar für weitere Auswertungen bereitstehen.

Kamera-Varianten der »BOS Cam« (Bild: BOS Connect).
Die Backend-Software zur Speicherung, Verwaltung und Auswertung der Bilddaten befindet sich lokal auf der »BOS«-Basisstation. Diese kann auf unterschiedliche Weise betrieben werden. Eine Möglichkeit besteht darin, die Basisstation mit Fahrzeugantennen fest in ein Einsatzfahrzeug zu integrieren. In diesem Fall übernimmt das Fahrzeug die Funktion eines zentralen Netzwerkknotens. Alternativ kann die Basisstation in einem mobilen Outdoor-Case mit integriertem Tablet im Deckel betrieben werden. Diese Variante lässt sich flexibel positionieren und bei Bedarf verlegen.
Beim festen Einbau in ein Führungsfahrzeug erweitert sich der Funktionsumfang der »BOS«-Basisstation. Die Router-Hardware verfügt über LTE- und GPS-Module und kann damit auch die Netzwerk-Infrastruktur des Fahrzeugs bereitstellen.
Optional lassen sich Daten der Basisstation oder einzelner Kameras an eine dedizierte Cloud übertragen. Dadurch können externe Fachberater Bildinformationen aus der Ferne auswerten und die Lagebeurteilung unterstützen.
Zu den Funktionen des Systems gehört, dass es eine Lagebeurteilung vor Ort und aus der Ferne unterstützt. Das System ermöglicht außerdem das Teilen und Kommentieren von Bildinformationen mit weiteren Fachkräften. Es dokumentiert Einsätze mit Zeit-, Datums- und Kamerainformationen und erlaubt die Live-Beobachtung aus geschützten Bereichen, ohne dass Personal direkt an der Gefahrenstelle eingesetzt werden muss. Als Multi-Kamera-System kann »BOS Cam« mehrere Kameras gleichzeitig über eine lokale Basisstation oder über Mobilfunk mit einer Webapplikation verwalten und die Daten in einem eigenen Netzwerk bereitstellen.




