Technik für vernetzte Rettungseinsätze
Rettungsdienst
Elektrische Antriebe, intelligente Fahrzeugsysteme und digitale Flottensteuerung standen im Mittelpunkt des Messeauftritts von ZF auf der »Interschutz 2026«. Das Unternehmen zeigte Lösungen für Einsatzfahrzeuge und die digitale Vernetzung von Rettungskräften.

Im Mittelpunkt der Präsentation in Hannover standen Technologien für Einsatzfahrzeuge und digitale Einsatzorganisation, darunter den elektrischen Zentralantrieb »CeTrax 2 dual« und die Plattform »ZF Rescue Connect« (Bild: ZF).
Auf der »Interschutz 2026« in Hannover präsentierte ZF sein Technologieportfolio für Feuerwehr, Rettungswesen und Bevölkerungsschutz. Die Lösungen reichten von Antriebs- und Bremstechnik für Sonderfahrzeuge bis zu digitalen Services für Flotten- und Einsatzmanagement.
Für schwere Sonder- und Einsatzfahrzeuge zeigte ZF erstmals den elektrischen Zentralantrieb »CeTrax 2 dual«. Das System wurde für Logistik- und ÖPNV-Anwendungen entwickelt und lässt sich laut Hersteller auch in bestehende Verbrennerplattformen integrieren. Mit einer Dauerleistung von 380 kW ermöglicht der Antrieb lokal emissionsfreien Betrieb.
Ergänzt wurde das Antriebsportfolio durch das Automatikgetriebe »EcoLife Offroad 2«. Das Sieben-Gang-Getriebe ist für Verbrennerfahrzeuge ausgelegt und für häufige Lastwechsel, niedrige Geschwindigkeiten sowie Einsätze auf und abseits der Straße konzipiert. Für Allradfahrzeuge präsentierte ZF zudem das Verteilergetriebe »TC 27«, das durch kompakte Bauweise und geringes Gewicht den Einbau erleichtern und eine höhere Nutzlast ermöglichen soll.
Auch Bremstechnik gehörte zum Messeauftritt. Die skalierbare Druckluft-Bremssystemplattform »mBSP« bietet Verzögerungsleistung und Bremskraftverteilung für ABS und ESC. Sie lässt sich in Fahrerassistenz- und Automatisierungssysteme integrieren und unterstützt bei Hybrid- und Elektrofahrzeugen die Rekuperation von Bremsenergie. Mit dem »e-comp Scroll« zeigte ZF außerdem einen ölfrei arbeitenden Luftkompressor für mittelschwere und schwere Fahrzeuge mit Hybrid-, batterieelektrischem oder Brennstoffzellenantrieb.

Das »ADM-3«-System von ZF steuert Differenzialsperren automatisch und situationsabhängig – für optimale Traktion, hohe Fahrstabilität und ein deutlich vereinfachtes Handling in anspruchsvollen Einsatzbedingungen (Bild: ZF).
Für Allradfahrzeuge stellte ZF das automatische Antriebsmanagement »ADM 3« vor. Das System steuert Differenzialsperren situationsabhängig und aktiviert sie nur bei Bedarf. Dadurch sollen Traktion und Fahrstabilität verbessert sowie Verschleiß reduziert werden. Verbesserte Schutzklassen ermöglichen den externen Anbau außerhalb der Kabine.
Ein weiterer Schwerpunkt war die digitale Plattform »ZF Rescue Connect«. Sie vernetzt Fahrzeuge, Ausrüstung, Einsatzkräfte und Leitstellen und stellt relevante Informationen zentral bereit.

»ZF Rescue Connect« ist eine modulare, cloudbasierte Plattform für das digitale Einsatzkräfte- und Flottenmanagement von Blaulichtorganisationen (Bild: ZF).
Zu den Funktionen zählen Fahrzeug- und Statusmanagement, Einsatzdokumentation, Ressourcenübersicht sowie Schnittstellen zu bestehenden Leitstellen- und IT-Systemen. Ab Juni setzt ZF auf eine überarbeitete Produktwelt, die unter anderem Einsatzführungssoftware, Kommunikation, Routing, E-Mobilität, Flottenmanagement und Medizinprodukte-Management umfasst.





