Rohrabschottung »PYROSTAT®-UNI« für mehr Einbausituationen

Artikel vom 24. Juli 2026
Abschottungssysteme

Mit erweitertem allgemeinem bauaufsichtlichem Prüfzeugnis ist die Rohrabschottung »PYROSTAT®-UNI« der G+H Group in weiteren Einbausituationen einlagig anwendbar. Das kann Materialeinsatz und Verarbeitung bei Abschottungen in Wänden und Decken reduzieren.

Interesse an wirtschaftlichen Brandschutzlösungen von G+H auf der FeuerTrutz. (Bild: G+H Group)

Die Rohrabschottung ist mit dem neuen allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnis des IBMB Braunschweig in zusätzlichen Einbausituationen einlagig einsetzbar. Damit können Kupfer-, Stahl-, Guss- und Edelstahlrohre mit einer Dämmung aus Steinwolle einlagig ausgeführt werden. Auch für Rohrisolierungen aus Synthese-Kautschuk sind zahlreiche Anwendungen mit nur einer Lage bei Durchmessern bis 88,9 mm bescheinigt. Zusätzliche Maßnahmen wie eine Schutzisolierung sind dabei in den genannten Fällen nicht erforderlich.

Die Anwendung ist sowohl in leichten Trennwänden als auch in Massivdecken und Massivwänden vorgesehen. Durch den geringeren Materialeinsatz kann die Ausführung wirtschaftlicher werden. Das ist vor allem für Bauvorhaben relevant, bei denen viele Leitungsdurchführungen mit brandschutztechnisch geprüften Systemen abgeschottet werden müssen.

Einlagige Ausführung in Wänden und Decken

Das erweiterte abP erweitert die nachgewiesenen Einbausituationen für »PYROSTAT®-UNI«. Im Fokus stehen Abschottungen von metallischen Rohrleitungen mit unterschiedlichen Dämmstoffen. Bei Steinwolle-Dämmungen lassen sich die genannten Rohrmaterialien einlagig ausführen. Bei Synthese-Kautschuk-Isolierungen sind Anwendungen bis 88,9 mm Rohrdurchmesser mit einer Lage möglich.

Damit wird die Verarbeitung vereinfacht, weil weniger Material zugeschnitten, angepasst und montiert werden muss. Zugleich sinkt der Aufwand für zusätzliche Schutzmaßnahmen, sofern die jeweilige Einbausituation vom Prüfzeugnis abgedeckt ist. Für Planung und Ausführung bleibt der Verwendbarkeitsnachweis maßgeblich.

Barriere gegen Feuer und Rauch

Im Brandfall können brennende Rohrleitungen oder Dämmungen Öffnungen in Durchführungen oder Ringspalten von Wänden und Decken entstehen lassen. Über solche Öffnungen können sich Feuer und Rauch über Brandabschnittsgrenzen hinweg im Gebäude ausbreiten.

Die Rohrabschottung reagiert bei Hitze, schäumt auf und verschließt die Öffnung selbstständig. So entsteht eine rauchdichte und feuerbeständige Barriere. Angegeben ist eine Brandsicherheit in den Feuerwiderstandsklassen R 90 bis R 120.

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