THW-Jugend: Nachwuchs lernt Bevölkerungsschutz im Ehrenamt

Artikel vom 24. August 2026
Sicherheit und Bevölkerungsschutz

Zum Internationalen Tag der Jugend hebt das Technische Hilfswerk (THW) hervor, wie junge Mitglieder Bevölkerungsschutz kennenlernen. In Jugendgruppen und Lagern erwerben sie technische Fähigkeiten, Wissen zu Zivil- und Katastrophenschutz sowie Erfahrungen in Teamarbeit und Hilfsbereitschaft.

(Bild: THW)

Junge Menschen bilden eine wichtige Grundlage für den Bevölkerungsschutz von morgen. Zum Internationalen Tag der Jugend verweist das Technische Hilfswerk (THW) darauf, dass Kinder und Jugendliche schon früh an technische Aufgabenfelder im Ehrenamt herangeführt werden. Die Angebote richten sich an junge Menschen, die erfahren wollen, wie sie selbst im Bevölkerungsschutz aktiv werden können. Präsidentin Sabine Lackner dankt den Kindern und Jugendlichen für ihr Interesse und den erwachsenen Helferinnen und Helfern für die Begleitung der jungen Mitglieder.

Jugendgruppen als Einstieg

Rund 18.500 Mitglieder gehören zum Jugendverband der Einsatzorganisation. In rund 660 Ortsjugenden lernen Junghelferinnen und Junghelfer im Alter von sechs bis 17 Jahren technische Fähigkeiten und erhalten Wissen über Zivil- und Katastrophenschutz. Dabei geht es nicht nur um praktische Inhalte. Auch Hilfsbereitschaft, Teamarbeit und Zusammenhalt spielen eine zentrale Rolle.

Die technische Ausbildung verbindet altersgerechtes Lernen mit dem Ehrenamt. Junge Mitglieder werden so Schritt für Schritt mit Aufgaben vertraut, die im Bevölkerungsschutz relevant sind. Gleichzeitig erleben sie, wie Zusammenarbeit in Gruppen funktioniert und wie Verantwortung übernommen werden kann.

Landesjugendlager und gemeinsames Lernen

Ein weiterer Baustein sind regelmäßig stattfindende regionale Landesjugendlager. Für mehrere Tage leben Kinder, Jugendliche und betreuende Erwachsene in Zelten. Zum Programm gehören Ausflüge, Workshops und Aktionen, die spielerisch Wissen vermitteln und den Austausch innerhalb der Jugendgruppen fördern.

Auch 2026 fanden bereits mehrere dieser Veranstaltungen statt. Als Beispiel nennt die Pressemitteilung ein Landesjugendlager Mitte Juli im niedersächsischen Melle. Solche Formate ergänzen die Arbeit in den Ortsjugenden und machen technische Themen, Gemeinschaft und ehrenamtliches Engagement für junge Menschen erfahrbar.

Nachwuchs für kommende Aufgaben

Aus Sicht der Organisation ist Nachwuchs im Ehrenamt wesentlich, um zukünftige Herausforderungen im Bevölkerungsschutz zu bewältigen. Die Jugend stellt dafür die Basis dar. Sabine Lackner betont, dass die Mission der Einsatzorganisation bei Kindern und Jugendlichen auf viel Begeisterung und Interesse trifft. Zugleich versteht sie den Tag der Jugend als Erinnerung, jungen Helferinnen und Helfern zuzuhören und ihre Wünsche und Bedürfnisse ernst zu nehmen.

Die Einsatzorganisation des Bundes wird ehrenamtlich getragen. Bundesweit rund 88.000 Freiwillige bilden die Grundlage ihrer Arbeit im Bevölkerungsschutz. Mit Fachleuten, Technik und Erfahrung unterstützt sie im Auftrag der Bundesregierung auch weltweit, wenn Notlagen dies erfordern. Dazu gehören bilaterale Hilfen sowie technische und logistische Aufgaben im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen Union und im Auftrag von VN-Organisationen.

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