MAN TGM 18.320 4×4 für Wald- und Vegetationsbrände
Löschfahrzeuge
MAN Truck & Bus bringt den »MAN TGM 18.320 4x4« als 18-Tonnen-Fahrgestell für Feuerwehren und Katastrophenschutz. Das Fahrzeug ist für Einsätze abseits befestigter Straßen ausgelegt und erfüllt die Geländekategorie 3 nach DIN EN 1846-1.

MAN TGM 4x4 - Spezialist für Waldbrandbekämpfung (Bild: MAN Truck & Bus SE)
Das neue 18-Tonnen-Fahrgestell ist für anspruchsvolle Einsätze bei Wald- und Vegetationsbränden konzipiert. Der »MAN TGM 18.320 4×4« erfüllt die höchste Geländekategorie nach DIN EN 1846-1 und richtet sich an Feuerwehren sowie Katastrophenschutzorganisationen, die auch abseits befestigter Wege zuverlässig arbeiten müssen. Mit permanentem Allradantrieb, Einzelbereifung der Dimension 14.00 R20 und einer Nutzlast von bis zu 11,5 Tonnen lassen sich Tanklöschfahrzeuge mit bis zu 6000 Litern Löschwasser, 500 Litern Schaummittel und Normausrüstung realisieren.
Angetrieben wird das Fahrzeug von einem 320 PS starken Motor. Die Kraftübertragung übernimmt das automatisierte Getriebe »PowerMatic«. Je nach Aufbau- und Kabinenvariante sind unterschiedliche Radstände und Besatzungskonzepte möglich, darunter Standard- und Doppelkabinen. Damit kann das Fahrgestell an verschiedene Anforderungen der Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung angepasst werden.
Schutz für schwierige Einsatzbedingungen
Für Einsätze in der Nähe von Brandherden verfügt das Fahrgestell über eine Hitzeschutzeinrichtung. Luft-, Elektro-, AdBlue- und Kraftstoffleitungen sind so ausgeführt, dass sie bis zu zehn Minuten einer Temperatur von 130 Grad Celsius standhalten können. Ergänzend schützen mechanische Maßnahmen exponierte Fahrzeugkomponenten, etwa eine Schutzabdeckung für das Verteilergetriebe.
Eine Drehdachluke zwischen Fahrer- und Beifahrersitz erweitert die Einsatzmöglichkeiten. Eine höhenverstellbare Auftrittsfläche erleichtert die Nutzung der Luke und unterstützt die Besatzung beim Beobachten des Umfelds oder bei Arbeiten aus dem Fahrerhaus heraus. Auch mit Dachluke erfüllt die Kabine die Crashtest-Norm ECE R29-3.
Das Fahrzeugkonzept ermöglicht zudem das Löschen während der Fahrt nach dem Prinzip »Pump and Roll«. Dadurch kann die Besatzung Brandbereiche entlang von Wegen oder während langsamer Geländefahrt bekämpfen.
Reifendruckregelung und Geländetauglichkeit
Zu den zentralen Ausstattungsmerkmalen gehört eine vom Fahrerarbeitsplatz aus bedienbare Reifendruckregelanlage. Sie erlaubt es, den Reifendruck an unterschiedliche Untergründe und Einsatzbedingungen anzupassen. Ergänzt wird das System durch eine Reifendruckkontrolle sowie Reifen mit Notlaufeigenschaften. So kann das Fahrzeug auch bei einem beschädigten Reifen kontrolliert aus einem Gefahrenbereich herausbewegt werden.
Die Wasserdurchfahrtsfähigkeit beträgt bis zu 950 Millimeter. Ein hinter dem Fahrerhaus hochgezogenes Abgasendrohr und weitere technische Anpassungen unterstützen den Einsatz auf schwierigen Strecken, überschwemmten Wegen und unbefestigtem Untergrund. Die Modifikationen wurden durch Individual in Zusammenarbeit mit Estepe umgesetzt.
Aufbauvarianten für Feuerwehren
Erste Fahrzeuge wurden mit Aufbauten von Schlingmann, Iturri und Schmitz Feuerwehrtechnik vorgestellt. Sie zeigen unterschiedliche Konzepte für Besatzung, Radstand, Fahrerhaus und Ausstattung. Eine Variante basiert auf einem kurzen Radstand von 3300 Millimetern und ist für eine Trupp-Besatzung mit drei Personen ausgelegt. Eine weitere Ausführung nutzt ein Doppelkabinen-Fahrerhaus mit 3900 Millimetern Radstand und bietet Platz für eine Staffelbesatzung mit sechs Personen. Eine dritte Variante kombiniert eine dreiköpfige Besatzung mit einem Radstand von 3600 Millimetern.
Je nach Aufbau umfasst die Ausstattung unter anderem Anpassungen für die Geländekategorie 3, Hitzeschutz, mechanischen Selbstschutz, Drehdachluke, Reifendruckregelanlage, Reifendruckkontrollsystem, Reifen mit Notlaufeigenschaften und hochgezogenes Abgasendrohr. Damit steht Aufbauherstellern und Feuerwehren eine flexible Basis für Tanklöschfahrzeuge zur Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung zur Verfügung.



