Neue Feuer- und Rettungswache für Castrop-Rauxel geplant

Artikel vom 16. Oktober 2026
Bau

In Castrop-Rauxel entsteht an der Habinghorster Straße eine neue Feuer- und Rettungswache. Goldbeck plant und baut das Projekt als ÖPP und übernimmt ausgewählte Betriebsleistungen für 25 Jahre. Der Bau soll im Herbst 2027 starten, die Fertigstellung ist für Sommer 2029 vorgesehen.

Die Dachflächen der Feuerwache werden begrünt und mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. (Bild: GOLDBECK GmbH, SSP Architekten + Ingenieure, brandenfels landscape + environment)

Die Stadt Castrop-Rauxel und Goldbeck setzen die neue Feuer- und Rettungswache an der Habinghorster Straße als öffentlich-private Partnerschaft um. Der Vertrag wurde am 9. September 2026 unterzeichnet. Der Baubeginn ist für Herbst 2027 vorgesehen, die Fertigstellung für Sommer 2029. Nach der Übergabe übernimmt der Bau- und Dienstleister für 25 Jahre ausgewählte Leistungen im Gebäudebetrieb. Dazu zählen unter anderem Instandhaltung, Störungsmanagement und Energiemanagement.

Der Neubau ersetzt die bestehende Wache an der Frebergstraße aus dem Jahr 1954. Dort reichen die Flächen für Fahrzeuge, Technik sowie Aus- und Fortbildung nicht mehr aus. Auch Umkleiden, Sozialräume und die Trennung belasteter und sauberer Bereiche entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Der neue Standort verbessert zugleich die Erreichbarkeit des nördlichen Stadtgebiets von Castrop-Rauxel und der Autobahn 2. Feuerwehr, Rettungsdienst und der Löschzug 3 Habinghorst werden künftig an einem gemeinsamen Standort gebündelt.

Gebäude auf Einsatzabläufe ausgerichtet

Die Planung richtet sich an den Abläufen der Einsatzkräfte aus. Auf rund 16.000 Quadratmetern Baugrundfläche entstehen unter anderem Fahrzeughallen, Verwaltungsräume, Flächen für Aus- und Fortbildung, feuerwehrspezifische Technik, ein Feuerwehrgerätehaus sowie ein Hubschrauberlandeplatz. Durchfahrten im Erdgeschoss sollen die Wege zu den Fahrzeugen verkürzen und ein zügiges Ausrücken unterstützen.

Für den Schichtdienst sind Ruhe- und Sozialbereiche vorgesehen. Terrassen und ein Speisesaal bieten Platz für Pausen und gemeinsame Mahlzeiten. Eine Schwarz-Weiß-Trennung hält belastete Ausrüstung von sauberen Arbeits- und Aufenthaltsbereichen fern. Damit werden funktionale Anforderungen aus Einsatz, Ausbildung, Technik und Regeneration räumlich zusammengeführt.

Systematisiertes Bauen und regionales Netzwerk

Das Gebäude wird in systematisierter Bauweise realisiert. Wesentliche Bauelemente werden industriell vorgefertigt und auf der Baustelle zu einem individuellen Bauwerk zusammengesetzt. Dieses Vorgehen soll Bautempo und Wirtschaftlichkeit mit den spezifischen Anforderungen von Feuerwehr und Rettungsdienst verbinden.

An der Planung wirken außerdem die SSP AG aus Bochum sowie brandenfels landscape + environment aus Münster mit. Vor dem Neubau werden vorhandene Anlagen zurückgebaut und das Gelände vorbereitet. Bei der Umsetzung soll ein Netzwerk regionaler Partner und Nachunternehmer eingebunden werden, sodass ein Teil der Wertschöpfung vor Ort bleibt.

Energieeffizienz im Betrieb berücksichtigt

Das Projekt wird im KfW-40-Standard umgesetzt. Dieser begrenzt den Primärenergiebedarf auf 40 Prozent des gesetzlichen Referenzgebäudes. Zusätzlich wird eine Zertifizierung nach der Anforderungsstufe Plus des Qualitätssiegels Nachhaltiges Gebäude angestrebt. Photovoltaikanlagen und begrünte Dachflächen ergänzen das Energiekonzept.

Ein digitales Energiemanagement erfasst im späteren Betrieb die Verbräuche von Strom, Wärme, Wasser und Kälte. Auf dieser Grundlage sollen Optimierungsmöglichkeiten sichtbar werden. Durch die Verbindung von Planung, Bau und Betrieb können Anforderungen des späteren Gebäudemanagements bereits früh in die Projektentwicklung einfließen.

Pressebild: Die Dachflächen der Feuerwache werden begrünt und mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. (Bild: GOLDBECK GmbH, SSP Architekten + Ingenieure, brandenfels landscape + environment)

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