Sicherheit und schnelle Reaktion bei Feuerwehr und Rettungsdienst
BOS-Daten-Funktechnik
Der Landkreis Rostock setzt seit 2011 erfolgreich auf das digitale »e*BOS«-Alarmierungssystem von e*Message. Mit über 4.300 Feuerwehrleuten und 300 Rettungsdienstlern garantiert das sichere Funknetz schnelle Einsatzalarmierung in einem der größten deutschen Landkreise. Hohe Verfügbarkeit und Kosteneffizienz überzeugen.

Der Landkreis Rostock hat etwa 3800 Quadratkilometern und zählt damit zu den größten in Deutschland. (Bild: KFV Rostock)
Im Landkreis Rostock ist sichere wie schnelle Alarmierung von Einsatzkräften elementar: Als einer der flächenmäßig größten Landkreise Deutschlands übernimmt die Leitstelle im Notfall die Alarmierung von bis zu 4.313 Feuerwehrleuten und rund 300 Rettungsdienstlerinnen und Rettungsdienstlern. Seit 2011 wird dort erfolgreich das digitale »e*BOS«-Alarmierungsnetz eingesetzt.
Nach reiflicher Abwägung entschied sich der Landkreis Rostock 2011 für den Verzicht auf ein eigenes Alarmierungsnetz: »Zu hoher Personalaufwand plus fehlende Fachexpertise sprachen klar gegen die Betreibung eines eigenen Netzes«, so Mayk Tessin, Leiter der Brandschutzdienststelle, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands und Kreisbrandmeister. Daneben waren auch wirtschaftliche Aspekte ausschlaggebend für e*Message als kompetenten Anbieter. »Die Kosten der Dienstleistung von e*Message waren und sind bis heute geringer als die für einen eigenen Netzaufbau und wir profitieren von der hohen Sicherheit des ›e*BOS‹-Systems. Gleiches gilt für die angebotene Expertise, die das eigene Personal nur mit hohem Schulungsaufwand abdecken könnte. Oder wir müssten bei Nutzung eines eigenen Netzes externe Dienstleister einschalten, der finanzielle Aufwand hierfür wäre keinesfalls geringer.«
Seit 1. April 2011 wird das »e*BOS«-System im Wirkbetrieb eingesetzt; die Zusammenarbeit mit e*Message sei durchweg positiv und auf Augenhöhe, so Tessin: »Das e*Message-Team war in all den Jahren, wann immer nötig, erreichbar; und gab es wirklich mal ein Problem, wurde alles getan, es schnell zu lösen. Gerade in der Alarmierung muss man die Einsatzkräfte schnellstens auf die Straße kriegen, das muss perfekt funktionieren.« Die hohe Zuverlässigkeit und Qualität des e*Message-Service sei ein absolutes Muss und auch bei gelegentlichen Nachjustierungen nicht optimaler Funkdurchdringung würde e*Message umgehend nachbessern.
Sehr zufrieden zeigt sich Tessin auch mit der hohen Verfügbarkeit: In den knapp 14 Jahren gab es im Landkreis Rostock nur ganz wenige Ausfälle. »Die Anzahl ist im Grunde vernachlässigbar«, so Tessin, denn die vertraglich vereinbarte Verfügbarkeit von mehr als 98 % werde in der Praxis weit übertroffen. »Natürlich kann immer mal etwas ausfallen wegen defekter Teile oder Ähnlichem, aber das ist definitiv die Ausnahme.«
Herausforderungen im Funknetz
Mayk Tessin erklärt: »Die ›e*BOS‹-Alarmierung basiert auf dem e*Message-Sicherheitsfunknetz, das ist für uns von zentraler Bedeutung. Obwohl uns das BOS-Netz des Bundes mit der Einstufung GAN 0 zur Verfügung steht, reicht dessen Abdeckung nicht aus, um eine effektive Alarmierung zu ermöglichen. Da dieser Standard keine Hausdurchdringung erlaubt, sind wir im Landkreis auf die Alarmierungsoptionen des e*Message-Sicherheitsfunknetzes angewiesen.«
KRITIS und Cybersicherheit
KRITIS und Cybersicherheit sind sehr bedeutende Themen, insbesondere für sicherheitskritische Einrichtungen wie Leitstellen. Angesichts der steigenden Bedrohung durch Cyberangriffe erachtet auch der Landkreis Rostock es als unerlässlich, sich proaktiv zu schützen. »Bereits seit 2013 setzen wir auf regelmäßige Überprüfungen, um potenzielle Risiken zu minimieren. In der heutigen Zeit hat die Bedeutung dieser Maßnahmen weiter zugenommen«, so Mayk Tessin.
e*Message-Experten unterzogen sich auf Wunsch des Landkreises Rostock einer Ü1-Sicherheitsüberprüfung – die in Mecklenburg-Vorpommern noch umfangreicher und strenger ausfällt als im Bund. Im Fall eines größeren Ausfalls können diese geprüften e*Message-Mitarbeiter so ebenfalls in der sicherheitskritischen Leitstelle eingesetzt werden.
Bestanden: Feuertaufe und Belastungstest für »e*BOS«
Eine der ersten großen Herausforderungen kurz nach Implementierung des »e*BOS«-Systems war am 8. April 2011 der schreckliche Unfall infolge eines Sandsturms auf der A19 bei Rostock mit 85 kollidierenden Fahrzeugen sowie mehreren tödlich Verletzten. Bereits eine Woche nach Inbetriebnahme wurde die Leistungsfähigkeit massiv auf die Probe gestellt – und bestand: Dank zuverlässiger Alarmierung durch »e*BOS« waren in Windeseile 250 Helfer mobilisiert und vor Ort. Seit dieser Feuertaufe hat sich das System bis heute erfolgreich bewährt.
Fazit: Zukunftssichere Entscheidung
Mayk Tessin: »Auch heute würden wir diese Entscheidung erneut so treffen. In diversen Landkreisen haben Feuerwehren eigene Netze aufgebaut und sehen sich nun kostspieligen Modernisierungsmaßnahmen gegenüber, einschließlich der Erneuerung ihrer Funkstationen. Diese weisen dabei deutlich höhere Ausfallraten auf als unsere, obwohl ihre Kosten für das Netz vergleichbar sind.
Was ebenfalls für e*Message spricht, ist die Zuverlässigkeit, die tolle Kooperation auf Augenhöhe und die faire Preisgestaltung. Mit fortschreitender Technologieentwicklung wird auch das ›e*BOS‹-System weiterhin einen zentralen Part im Alarmierungsprozess von Feuerwehr und Rettungsdienst des Landkreises Rostock einnehmen.«
Dirk Nopens, Geschäftsführer von e*Message: »Mayk Tessin und sein Team tragen eine riesige Verantwortung, auch bei der Alarmierung der Einsatzkräfte. Diese erfordert ein Höchstmaß an Sicherheit, die wir seinen Einsatzteams bieten. Wir schätzen die enge und immer kollegiale Zusammenarbeit mit der Feuerwehr des Landkreises Rostock außerordentlich und sind stolz darauf, ihr mit unseren Leistungen und Services zur Seite zu stehen. Unser Ziel ist es, ein zuverlässiger Partner zu sein, der in herausfordernden Situationen stets maximale Unterstützung bietet.«
Mehr zu »e*BOS«
»e*BOS« nutzt für die Alarmierung bestehende Strukturen des satellitengestützten e*Message-Sicherheitsfunknetzes, dessen Infrastruktur u. a. über 700 Sendestationen umfasst. Es stellt eine schnell einsetzbare, kostengünstige Lösung im Vergleich zu neu aufzubauenden lokalen Netzen dar. Die »e*BOS«-Alarmierung ist über alle gängigen Einsatzleitsysteme möglich. Das System ist redundant ausgelegt und sichert auch bei einem Stromausfall den unterbrechungsfreien Betrieb. Von der Leitstelle aus erfolgt die zeitgleiche Alarmierung der Einsatzkräfte im kompletten Alarmierungsgebiet. e*Message bietet auf Basis seiner 25-jährigen Erfahrung und hohen Fachexpertise umfassende Services rund um Einrichtung und Betrieb unabhängiger Funknetze.
Der Kreisfeuerwehrverband Landkreis Rostock umfasst insgesamt 162 Freiwillige Feuerwehren. In diesen Feuerwehren engagieren sich etwa 4.270 Kameradinnen und Kameraden ehrenamtlich in den Einsatzabteilungen.


