Im-Ohr-Sensor für mobiles Vitalparameter-Monitoring verfügbar

Artikel vom 24. August 2026
Produkte für den Rettungsdienst

Der Im-Ohr-Sensor »corpuls auryx« ist als Medizinprodukt der Klasse IIb klassifiziert und für das mobile Vitalparameter-Monitoring verfügbar. Er misst Körpertemperatur, Pulsfrequenz und Sauerstoffsättigung und überträgt die Daten per Bluetooth an eine App für iOS und Android.

Der corpuls auryx, der Im-Ohr-Sensor zum mobilen Vitalparameter-Monitoring, ist jetzt als Medizinprodukt der Klasse IIb klassifiziert. (Bild: corpuls)

Der als Medizinprodukt der Klasse IIb klassifizierte Im-Ohr-Sensor »corpuls auryx« ist im Markt verfügbar. Er ist für das mobile Vitalparameter-Monitoring vorgesehen und soll Rettungskräfte dabei unterstützen, Vitalparameter auch dort kontinuierlich zu erfassen, wo klassisches Monitoring nur eingeschränkt möglich ist. Dazu zählen anspruchsvolle Einsatzumgebungen, schwer zugängliche Bereiche, Notaufnahmen mit begrenzten Ressourcen, Krankentransporte, mobile integrierte Gesundheitsversorgung sowie dynamische Lagen wie Großschadensereignisse oder taktische Einsätze.

Der Sensor wiegt 8,6 Gramm und sitzt im Ohr. An diesem Messort erfasst er fortlaufend wichtige Vitalparameter, darunter Körpertemperatur, Pulsfrequenz und Sauerstoffsättigung. Ziel ist es, Versorgungslücken in der Patientenüberwachung zu verringern und auch bei mehreren Patient:innen unter Einsatzbedingungen ein durchgängiges Monitoring zu ermöglichen.

Kontinuierliche Erfassung wichtiger Vitalparameter

Der Im-Ohr-Sensor erzeugt kontinuierlich Datenströme, die für die Einschätzung des Patientenzustands relevant sind. Die erfassten Werte werden per Bluetooth an eine eigenständige App übertragen. Dort lassen sie sich auf Smartphones und Tablets mit iOS oder Android anzeigen. Damit kann die mobile Überwachung unabhängig von klassischen Monitoringsituationen eingesetzt werden, etwa wenn Patient:innen bewegt werden müssen oder wenn die Einsatzlage schnelle Entscheidungen erfordert.

Die Lösung ist darauf ausgelegt, blinde Flecken in der Überwachung zu reduzieren. Das betrifft nicht nur Notfalleinsätze, sondern auch Bereiche, in denen Zeit, Personal oder räumliche Bedingungen das herkömmliche Monitoring erschweren. Gerade bei größeren Patientenzahlen kann die kontinuierliche Datenerfassung helfen, Veränderungen im Zustand einzelner Patient:innen früher wahrzunehmen.

Einbindung in digitale Einsatzstrukturen

Über die Anbindung an eine medizinische Kommunikationsplattform können die Informationen live übertragen werden. Beteiligte Helfer:innen, Telemediziner:innen und Spezialist:innen erhalten Zugriff auf die Daten und können sich per Audio- oder Videotelefonie dazu austauschen. So lassen sich Vitaldaten in digitale Abläufe integrieren und für die gemeinsame Lage- und Patientenbeurteilung nutzen.

Nach Angaben aus der Presseinformation ist zudem geplant, den Sensor künftig mit einem Patientenmonitor aus dem bestehenden Portfolio zu koppeln. Damit erweitert die Lösung das mobile Monitoring um eine kompakte Messkomponente, die in verschiedene Versorgungs- und Einsatzszenarien eingebunden werden kann.

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