»Löschgigant GTLF«: Löschsystem für Großschadenslagen
Fahrzeugausrüstungen
Mit dem »Löschgigant GTLF« hat die Heinz Meyer Feuerwehrbedarf GmbH ein Fahrzeugkonzept für Großschadenslagen und Präventivmaßnahmen entwickelt. Das System kann als Festaufbau oder Absetzcontainer ausgeführt werden und ist unter anderem für Wald-, Flächen-, Industrie- und Tunnelbrände vorgesehen.

(Bild: Heinz Meyer Feuerwehrbedarf GmbH)
Die Heinz Meyer Feuerwehrbedarf GmbH aus Niedersachsen stellt Feuerwehr- und Sonderfahrzeuge her. Das 1996 gegründete Familienunternehmen beschäftigt 35 Mitarbeiter und ist seit 2021 nach ISO 9001 zertifiziert. Zum Leistungsspektrum gehören Fahrzeug-, Anhänger- und Containerbau, Rollcontainer, Atemschutzsitze, Industrie-Notduschen und individuelle Lohnfertigung. Darüber hinaus bietet das Unternehmen Reparaturen, Service und Nachrüstungen unabhängig von Fahrzeugtyp und Aufbauhersteller an.
Mit dem »Löschgigant GTLF« hat das Unternehmen ein Universallöschsystem für Großschadenslagen und Präventivmaßnahmen als Prototyp umgesetzt. Wird das System nicht für Großschadenslagen benötigt, kann es weitgehend wie ein klassisches Großtanklöschfahrzeug oder als Wasserpuffer eingesetzt werden. Als Einsatzgebiete nennt der Hersteller unter anderem Wälder und Flächen, Gebäude und Hallen, Industrieanlagen, Flughäfen, Schiffshäfen, Deponien und Tunnelanlagen. Weitere Anwendungen sind die Staubniederschlagung und die Kühlung von Bohrtürmen. Die Innenseite des Produktblatts zeigt entsprechende Einsatzbeispiele, darunter Wald- und Flächenbrand, Gebäudebrand, Industriebrand, Tunnelbrand und Bohrturmkühlung.
Zehn fernsteuerbare Düsen
Das System kann als Festaufbau oder Absetzcontainer ausgeführt werden. Zur Ausstattung des Prototyps gehören eine Aggregat-Pumpe von Johstadt mit einer angegebenen Leistung von 10.000 Litern, zehn elektrisch verstellbare 1.000-Liter-Düsen sowie ein Wassertank mit 10.000 Litern oder mehr, abhängig von der Gewichtsreserve des Fahrzeugs. Die Düsen lassen sich zwischen Voll- und Sprühstrahl verstellen; auch der Durchlass ist einstellbar. Pro Löscharm gibt der Hersteller eine Wurfweite von 45 Metern an. Die Funktionen des Löschsystems werden über eine HBC-Fernsteuerung bedient.
Ergänzend sind eine Selbstschutzdüse über dem Fahrerhaus sowie optional eine Schaumzumischung und ein Schaumtank vorgesehen. Ein einzelner Wasserwerfer kann zur punktuellen Brandbekämpfung manuell oder per Fernsteuerung eingesetzt werden. Geneigte, drehende Düsen am Heck sind beispielsweise für Ladeluken vorgesehen, um in Gebäuden eine große Wasseroberfläche zu erzeugen.
Wasserversorgung für den Löschbetrieb
Bei voller Leistung benötigt das Löschsystem eine entsprechend hohe Wassermenge. Im stationären Betrieb erfolgt die Versorgung über eine Schlauchleitung. Bei einem Festaufbau oder Absetzcontainer kann im Fahrbetrieb von hinten über einen Tankanhänger eingespeist werden. Für den autarken Betrieb auf einem Anhänger ist eine Einspeisung von vorn mit mehreren Zubringern im Wechsel vorgesehen. Wird nur eine Seite des Systems genutzt, reduziert sich der Wasserverbrauch.
Bei einem Neubau sollen Fahrzeug beziehungsweise Container nach Kundenwunsch angepasst und mit Geräteräumen für die jeweilige Beladung versehen werden. Das Produktblatt nennt zudem die Möglichkeit einer Einbaupumpe beim Festaufbau. Die Titelseite beschreibt das Konzept als Fahrzeug für unterschiedliche Großschadenslagen und Präventivmaßnahmen.





