THW unterstützt Waldbrand-Einsätze mit Wasserförderung und Logistik
Brandschutz
Das Technische Hilfswerk (THW) unterstützt bundesweit die Bekämpfung von Wald- und Flächenbränden. Die Kräfte fördern Wasser über lange Strecken, sichern Kraftstoff-Logistik, leuchten Einsatzstellen aus und erkunden Lagen per Drohne – unter anderem im Hürtgenwald und südlich von Plauen.

(Bild: THW / Markus-Stolle)
Das Technische Hilfswerk (THW) ist derzeit bundesweit in die Unterstützung von Feuerwehren bei Wald- und Flächenbränden eingebunden. Rund um die Uhr sind Helferinnen und Helfer im Einsatz, um Löschmaßnahmen technisch zu unterstützen und Einsatzstellen arbeitsfähig zu halten. Zu den Aufgaben gehören die Wasserförderung über lange Wegstrecken, die Versorgung mit Kraftstoff, die Ausleuchtung von Einsatzorten sowie die Erkundung aus der Luft mit Drohnen. Allein in den vergangenen 24 Stunden waren mehr als 220 Kräfte im Einsatz. Derzeit gibt es mehrere Einsatzstellen im gesamten Bundesgebiet.
Wasserförderung und Versorgung an Einsatzstellen
Ein aktueller Schwerpunkt liegt im Hürtgenwald nahe der nordrhein-westfälischen Stadt Düren. Dort unterstützen mehrere Ortsverbände die Feuerwehr bei der Bekämpfung eines Waldbrands auf einer Fläche von derzeit rund 30 Hektar. Neben Wasser- und Kraftstofflogistik übernehmen die Kräfte dort auch Aufgaben in der Fachberatung und in der Führungsunterstützung. Damit werden Löschmaßnahmen vor Ort abgestimmt und die Arbeit der Einsatzleitung unterstützt.
Südlich des sächsischen Plauens wurde außerdem eine 2,5 Kilometer lange Wasserbeförderungsstrecke aufgebaut. Über diese Strecke kann Löschwasser zu einer etwa sieben Hektar großen Brandfläche gefördert werden. Die Anlage ist auf bis zu 2.000 Liter pro Minute ausgelegt. Die Hochleistungspumpen sind in dem betroffenen Gebiet besonders wichtig, weil das Gelände teils unwegsam ist und steile Abhänge die Brandbekämpfung erschweren.
Technik für Licht, Erkundung und Führung
An weiteren Einsatzstellen werden Beleuchtungsanlagen genutzt, um Arbeitsbereiche bei schlechten Sichtverhältnissen oder in der Nacht sicher nutzbar zu machen. Drohnen liefern in einigen Gebieten Luftaufnahmen, mit denen sich Einsatzstellen erkunden und Lagebilder ergänzen lassen. Auch die Versorgung von Einsatzfahrzeugen und Geräten mit Kraftstoff zählt zu den Aufgaben, damit Pumpen, Fahrzeuge und weitere Technik über längere Zeit betrieben werden können.
Die Einsatzkräfte bringen dabei Fachwissen, Gerät und Erfahrung in die laufenden Maßnahmen ein. Ihre Aufgaben variieren je nach Lage: Mal steht die Förderung großer Wassermengen im Vordergrund, mal die Unterstützung der Einsatzleitung, die Ausleuchtung von Flächen oder die Versorgung der eingesetzten Technik. Die Bandbreite zeigt, wie vielfältig technische Hilfe im Bevölkerungsschutz bei Wald- und Flächenbränden sein kann.
Ehrenamt als Grundlage des Bevölkerungsschutzes
Die Einsatzorganisation des Bundes wird von rund 88.000 Freiwilligen getragen. Dieses ehrenamtliche Engagement bildet die Grundlage für die Arbeit im Bevölkerungsschutz. Mit Fachleuten, Technik und Einsatzerfahrung unterstützt die Organisation nicht nur in Deutschland, sondern bei Bedarf auch im Ausland. Dazu gehören bilaterale Hilfen sowie technische und organisatorische Aufgaben im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen Union und im Auftrag von VN-Organisationen.




