VdS anerkennt Schlüsseldepot mit Einmalcode für Leitstellen
Brandschutzsysteme und -komponenten
VdS hat das »Einsatzschlüsseldepot« von KRUSE Sicherheitssysteme anerkannt. Statt eines mechanischen Schlüssels nutzen Einsatzkräfte einen Einmalcode aus der Leitstelle. Das soll den Objektzutritt beschleunigen und die Sicherheit durch Dokumentation, Überwachung und Codeverwaltung erhöhen.

Das geprüfte Depot hat seine Standards im VdS-Prüfverfahren nachgewiesen. (Bild: KRUSE)
Ein Schlüsseldepot mit Einmalcode soll Einsatzkräften den Zutritt zu Objekten erleichtern, ohne dafür einen separaten mechanischen Schlüssel mitführen zu müssen. Die Leitstelle erzeugt dafür einen Einmalcode und übermittelt ihn per Funk oder App an die Einsatzkräfte. Der Code gilt nur für eine einmalige Türöffnung. Geht er verloren oder wird er falsch eingegeben, kann ein neuer Code erstellt werden; der bisherige wird automatisch ungültig.
Einmalcode ersetzt mechanischen Schlüssel
Die VdS-Anerkennung für das »Einsatzschlüsseldepot« von KRUSE Sicherheitssysteme bestätigt, dass die Lösung die Anforderungen des Prüfverfahrens für Schlüsseldepots erfüllt. Das Verfahren soll den Objektzutritt beschleunigen und zugleich die Sicherheit erhöhen. Jeder Öffnungsvorgang wird dokumentiert. Außerdem werden das Depot und die darin hinterlegten Schlüssel permanent elektronisch überwacht. Ein Verlust oder Kopieren eines physischen Schlüssels wird durch die Nutzung der Codes vermieden.
Digitale Schnittstelle für Leitstellen
Für Leitstellen und Betreiber ist vorgesehen, Einmalcodes über eine sichere digitale Schnittstelle direkt aus kundenseitigen Anwendungen anzufordern, etwa aus einer Leitstellensoftware. Dadurch lässt sich der Prozess in bestehende Einsatz- und Leitstellenabläufe einbinden und bei Bedarf skalieren. Neben der technischen Zuverlässigkeit standen im Prüfverfahren auch Sabotagesicherheit, Prozessqualität und die digitale Codeverwaltung im Fokus.
Prüfung von Elektronik und Codeverwaltung
Die Anerkennung mit der Nummer G126007 erfolgte auf Grundlage der aktuellen Prüfgrundlagen für Schlüsseldepots. In den Security-Laboren wurde die für den Betrieb erforderliche Elektronik auf Zuverlässigkeit, Bediensicherheit und Sabotagesicherheit getestet. Zusätzlich wurde die Web-Anwendung zur Verwaltung und Generierung der Einmalcodes unter Cyber-Security-Aspekten bewertet. Dabei ging es unter anderem um Verfügbarkeit, Konsistenz, sichere Autorisierungsverfahren und die Verschlüsselung der Datenübertragung.
Teil der Prüfung war außerdem das Sicherheitskonzept des Systems. Die Erzeugung und Verifizierung der Einmalcodes erfolgt sowohl im Depot als auch in der Web-Anwendung unabhängig voneinander. Damit arbeitet das System autark und benötigt für die Nutzung der Einmalcodes keine permanente Verbindung zur Web-Anwendung oder zum Internet.




