MEDICA 2026: Hospital of the Future zeigt Klinikvernetzung
Messen
Die Messe Düsseldorf zeigt auf der »MEDICA 2026« das neu konzipierte Hospital of the Future. In Halle 12 erleben Klinikverantwortliche integrierte Versorgungsszenarien entlang der Patient Journey – von Aufnahme und Diagnostik über OP und Intensivstation bis zur Nachsorge.

Das Hospital of the Future präsentiert sich 2026 komplett neu konzipiert (Bild: Constanze Tillmann/ Messe Düsseldorf).
Mit dem neu konzipierten »Hospital of the Future« rückt die MEDICA 2026 ein praxisnahes Krankenhausmodell in den Mittelpunkt. Vom 16. bis 19. November entsteht in Halle 12 eine realitätsnahe Umgebung, in der mehrere Hersteller ihre Technologien gemeinsam entlang klinischer Versorgungspfade präsentieren. Der Fokus liegt nicht auf einzelnen Messeständen, sondern auf dem Zusammenspiel von Medizintechnik, digitaler Infrastruktur und klinischen Prozessen.
Gezeigt werden Abläufe von der Aufnahme über Diagnostik, OP und Intensivstation bis zur weiteren Behandlung und Nachsorge. Beteiligt sind unter anderem Asanus, B. Braun, Dräger, Getinge, Philips, OR.NET und United Robotics. Für Klinikleitungen, Geschäftsführungen, ärztliche Direktionen, IT-Verantwortliche und weitere Entscheider soll sichtbar werden, welche technischen, organisatorischen und infrastrukturellen Voraussetzungen nötig sind, damit aus einzelnen Lösungen integrierte Versorgung entsteht.
Vom Einzelprodukt zum vernetzten Versorgungssystem
Ein zentrales Thema ist das digitale Hospital Command Center. Dort laufen Informationen aus verschiedenen Bereichen zusammen, um klinische und operative Prozesse transparenter zu machen. Das soll Entscheidungen unterstützen, Abläufe besser steuerbar machen und Ressourcen gezielter einsetzen. Die Sonderschau macht dabei deutlich: Eine leistungsfähige Einzelanwendung reicht für die Transformation eines Krankenhauses nicht aus. Daten müssen verfügbar sein, zwischen Akteuren und Systemen fließen können und in klare Zuständigkeiten sowie tragfähige Strukturen eingebettet sein.
Deshalb zeigt das Format nicht nur digitale Anwendungen, sondern auch deren Einbindung in klinische Abläufe und vorhandene Infrastrukturen. Eine wichtige Rolle spielt die herstellerübergreifende Vernetzung von Medizintechnik. OR.NET demonstriert Anwendungen des Standards »IEEE 11073 SDC« – vom digital vernetzten Rettungswagen über Workflow-Optimierung im interoperabel vernetzten OP und die »Silent ICU« bis zu smarter Sensorik auf der Normalstation. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Systeme zuverlässig kommunizieren und neue Technologien in bestehende Prozesse integriert werden können.
Telemedizin und vernetzte Versorgungsnetzwerke
Die Deutsche Gesellschaft für Telemedizin bringt ihre Expertise zur standortübergreifenden Vernetzung medizinischer Leistungen ein. Vorgesehen sind Anwendungen aus der Tele-Intensivmedizin, dem Telemonitoring bei Herzinsuffizienz und Herzrhythmusstörungen sowie der telemedizinisch unterstützten Schlafmedizin. Auch der Einsatz Künstlicher Intelligenz sowie technische, organisatorische und wirtschaftliche Voraussetzungen funktionierender Versorgungsnetzwerke werden aufgegriffen.
Strategieformate für Klinikmanagement und Beschaffung
Der Showcase ist Teil des neuen »Healthcare Transformation Campus« in Halle 12. Dazu gehören unter anderem die »MEDICA MAIN STAGE«, der Deutsche Krankenhaustag, der »Hospital Leadership Summit«, der »Hospital Procurement Summit«, die »Wearable Technologies Conference Europe« und der Wearable Technologies Pavillon. Der »Hospital Leadership Summit« am 18. November richtet sich an internationale Krankenhausleitungen und behandelt Führung, Digitalisierung, Investitionen und Krankenhaus-Transformation. Beim »Hospital Procurement Summit« am 19. November stehen strategische Beschaffung, resiliente Lieferketten und langfristig wirtschaftliche Investitionsentscheidungen im Fokus.
Beide englischsprachigen Formate beinhalten Führungen durch die Sonderschau. Ergänzend widmet sich ein deutschsprachiges Symposium am 17. November unter dem Titel »Wohin entwickelt sich die deutsche Krankenhauslandschaft?« den Auswirkungen der Krankenhausreform, der Ambulantisierung und den wirtschaftlichen Herausforderungen der stationären Versorgung. Das Programm versteht das Krankenhaus der Zukunft nicht als fernes Szenario, sondern als Zusammenspiel bereits verfügbarer oder erprobbarer Lösungen.


