Löschgruppenfahrzeug

Artikel vom 11. Juni 2020
Sonder-Einsatzfahrzeuge

Neu im Dienst der FW Duisburg sind neun Löschgruppenfahrzeuge LF-20-Kats, auf allradangetriebenen Mercedes-Benz-Fahrgestellen (Atego 1327/38,6 AF) vom Aufbauspezialisten Thoma Wisse.

Die Feuerwehr Duisburg (Nordrhein-Westfalen) stellte insgesamt neun neue Löschgruppenfahrzeuge LF 20-Kats in Dienst. Dabei wählte die Ruhrgebiets-Wehr erstmals den Aufbauhersteller Thoma Wiss (Herbolzheim) als Partner. Die Wiss-Gruppe realisierte die Löschfahrzeuge-Katastrophenschutz (LF 20-Kats) auf allradangetriebenen Mercedes-Benz-Fahrgestellen (Atego 1327/38,6 AF) mit einem Radstand von 3860 mm und einer zulässigen Gesamtmasse von 13.500 kg. Die Motorleistung beträgt 200 kW (270 PS) – die Abgasreinigung erfüllt die Euro 6-Klassifikation. Aufgrund der vorhandenen baulichen Gegebenheiten an den Gerätehäusern der Freiwilligen Feuerwehr Duisburg unterscheiden sich die neun Fahrzeuge bei der Fahrgestell-Konfiguration: Sechs LF-Kats wurden mit einer Single-Bereifung der Größe 365/85R20 ausgestattet und verfügen über Schaltgetriebe, drei Fahrzeuge mussten in der Fahrzeughöhe auf 3150 mm begrenzt werden und sind mit einer klassischen Zwillingsbereifung sowie einem Vollautomatikgetriebe ausgestattet (Standorte Lz 210/530/710). Die Aufbauten wurden in der Wiss-Aluminium-Schweißtechnologie ausgeführt und sind mit Alu-Modulkabinen (mit Prüfung nach UN/ECER-29-3) mit zwei pneumatisch klappbaren Auftrittsstufen für eine Gruppenbesatzung (1:8) ausgestattet. Auf dem Dach ist jeweils ein großer Dachkasten vorhanden. Links auf dem Dach unter den Steckleitern lagern die Saugschläuche. Mitgeführt werden 1000 l Löschwasser im GFK-Tank.

Im Fahrzeugheck lagern insgesamt 21 B-Druckschläuche über dem Pumpenbedienstand und können bei Bedarf während der Fahrt verlegt werden (Thoma Wiss).

Insgesamt 21 B-Druckschläuche lagern in Buchten im Fahrzeugheck über dem Pumpenbedienstand und können bei Bedarf während der Fahrt verlegt werden. Dazu verfügen die Fahrzeuge am Heck rechts und links vom Geräteraum GR über klappbare Podeste. Fest eingebaut sind einstufige Ruberg-FPN 10-3000 (E30 in der robusten Bronze-Ausführung) aus der Wiss-Gruppe. Die Pumpenbedienstände im Fahrzeugheck (Geräteraum GR) sind bedienerfreundlich und übersichtlich auf Kundenwunsch in analoger Technik ausgeführt. Für die mitgeführten Tragkraftspritzen sind pneumatisch absenkbare Lagerungen in den Geräteräumen 1 vorhanden. Die komplette Lichtanlage der neuen Fahrzeuge (Innen-, Umfeldbeleuchtung, Rundumleuchten, Front- und in die Dachblende integrierte Heckblitzer) sowie die Verkehrswarnanlage am Heck sind in LED-Technik ausgeführt. Bei der akustischen Warnanlage wurde ein »Martin«-System verbaut. Zusätzlich sind auf den Fahrerhausdächern jeweils zwei Xenon-Scheinwerfer montiert. Der pneumatisch ausfahrbare und elektrisch verstellbare Lichtmast ist mit vier LED-Strahlern bestückt. An den Rückspiegeln sind Rangierscheinwerfer montiert. Daneben sind GPS/Navigationssysteme rescue trac sowie Rückfahrvideosysteme verbaut. Außerdem verfügen die Fahrzeuge über ein Wechselmodul Schmutzwassertauchpumpe in den Geräteräumen G1. Stationiert sind die Fahrzeuge bei den Löschzügen der Freiwilligen Feuerwehr Duisburg. Die Lackierung erfolgte in Verkehrsrot mit der für die Feuerwehr Duisburg typisch weißen Folienbeklebung. Die Endabnahme und auch die Abholung der Fahrzeuge erfolgten im Thoma Wiss-Werk Herbolzheim (Baden-Württemberg/Landkreis Emmendingen).

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