Videodrohnen-Lösungen

Artikel vom 17. Juni 2020
Rettungsgeräte

Avaya entwickelt zusammen mit volaer.io Videodrohnen-Lösungen für Rettungseinsätze. Die dazu verwendete Drohnenstation Dronebox (von H3 Dynamics) kann an unterschiedlichen Orten aufgestellt werden.

H3 Dynamics, ein Start-up aus Singapur und Entwickler von autonomen Ladestationen für professionelle Drohnen im Sicherheitssektor, und Avaya Holdings Corp. haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, um eine Luftaufnahme- und Echtzeit-Videoanalyse-Lösung für staatliche Behörden und Rettungskräfte in Nahost und Afrika zu entwickeln. In Deutschland baut Avaya seine Partnerschaft mit volaer.io GmbH weiter aus, einem Hersteller digitaler Drohnenmanagement-Plattformen, der kürzlich aus der Oecon-Unternehmensgruppe hervorgegangen ist. Gemeinsam wollen beide Unternehmen ihre Kernkompetenzen in den Bereichen Drohnenmanagement und Kommunikationstechnologien bündeln, um innovative Lösungen für ein modernes Rettungswesen zu schaffen. Die gemeinsame Lösung von Avaya und H3 Dynamics beruht auf der Drohnenstation Dronebox von H3 Dynamics, einem Feldroboter, der an unterschiedlichen Orten aufgestellt werden kann, beispielsweise auf einem Dach, und von dort Drohnenmissionen autonom steuert. Die Station reagiert automatisch auf bestimmte Auslöser innerhalb bestehender Kamera- oder Sensornetzwerke und sendet bei Bedarf Kameradrohnen zum Einsatzort. Über Avaya IXTM Workplace, eine leistungsstarke Unified-Communications-Lösung mit Anruf-, Messaging-, Konferenz- und Kollaborationsfunktionen, kann die Drohnenstation Videoaufnahmen einer Drohne live an Entscheidungsträger in Einsatzzentralen übermitteln. Zudem können Contact Center, die mit Avaya IXTM Contact-Center-Lösungen ausgestattet sind, in Gefahrensituationen Drohnen aus der Ferne aussenden und steuern und beim Gefahrenmanagement auf Echtzeit-Videoaufnahmen aus der Luft zurückgreifen, die über die sichere Videokonferenzlösung gesendet wird. Die Lösung von Avaya und H3 Dynamics ermöglicht staatlichen Behörden und Rettungskräften, schneller und effizienter auf Ereignisse zu reagieren. Dronebox wird aktuell in einigen Anwendungsgebieten von Regierungsbehörden in Nahost und Afrika getestet. In einem Fall wird die Lösung von der Polizei genutzt, um bei Verkehrsunfällen schnell die nötigen Maßnahmen einschätzen zu können. In einem anderen Fall unterstützt die Lösung die Feuerwehr bei Such- und Rettungsaktionen sowie bei der Beurteilung von Feuerschäden an Hochhäusern. In Deutschland arbeiten Avaya und Oecon bereits seit 2015 im Rahmen des europäischen eCall-Notrufs sehr erfolgreich zusammen, um durch die Kombination ihrer jeweiligen Kerntechnologien die digitale Transformation des Notrufwesens voranzutreiben. Gemeinsam mit volaer.io kann Avaya den Rettungsorganisationen heute bereits automatisierte Videodrohnenlösungen bereitstellen, bei denen Videodrohnen per Mobilfunkverbindung durch das Drohnenmanagement-System gesteuert werden und ihr Videomaterial in Videokonferenzlösungen einspeisen. So können alle an einem Einsatz Beteiligten die Situation live aus der Luft verfolgen und entsprechend der Gegebenheiten vor Ort unmittelbar reagieren. Die jüngsten Entwicklungen gehen noch einen Schritt weiter. Es wird perspektivisch an einer direkten Integration von Drohnen in die Kollaborationsplattformen gearbeitet. Dabei fungiert die Drohne als aktiver Chat-Teilnehmer einer Videokonferenz, von dem die übrigen menschlichen Teilnehmer über die Drohnenmanagement-Plattform nicht mehr nur das Videobild in Echtzeit erhalten, sondern auch Telemetrie- und Sensordaten, Flugberichte, hochauflösende Fotos und weitere Daten abfragen können. Die Verfügbarkeit solch wertvoller Informationen werden Leitstellen enorm bereichern und Rettungseinsätze deutlich effektiver und effizienter machen.

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