Mobile Atemschutzwerkstatt von Meiko für flexible Einsätze
Ausstattung von Atemschutzwerkstätten
Meiko präsentiert zur »Interschutz 2026« erstmals eine mobile Atemschutzwerkstatt für Feuerwehren und Industrieanlagen. Die kompakte Lösung unterstützt die hygienische Aufbereitung von Persönlicher Schutzausrüstung direkt vor Ort – etwa bei Vegetationsbränden, Hochwasserlagen oder als Interimslösung.

Mobile Atemschutzwerkstatt von Meiko am Einsatzort bei einer Großschadenslage. Die kompakte Lösung ermöglicht die hygienische Aufbereitung von Atemschutztechnik direkt vor Ort. (Bild: MEIKO)
Die Meiko Maschinenbau GmbH erweitert ihr Angebot für die Aufbereitung von Persönlicher Schutzausrüstung um eine mobile Atemschutzwerkstatt. Die Lösung wurde gemeinsam mit dem Sonderfahrzeugbauer Mosolf entwickelt und richtet sich an Feuerwehren, feuerwehrtechnische Zentralen sowie industrielle Anwender. Vorgestellt wird das System erstmals auf der Interschutz 2026.
Die mobile Atemschutzwerkstatt ist in einem 3-Achs-Anhänger untergebracht und verfügt über einen klar getrennten Schwarz- und Weißbereich auf rund 15 Quadratmetern Fläche. Ziel ist eine hygienische und strukturierte Aufbereitung von Atemschutztechnik direkt an Einsatzstellen oder als temporäre Werkstattlösung auf dem Gelände von Feuerwehren und Industrieanlagen.
Hygienische Aufbereitung vor Ort
Im Schwarzbereich werden kontaminierte Ausrüstungen vorbereitet und gereinigt. Dazu gehört ein Absaugtisch, an dem die Persönliche Schutzausrüstung zerlegt werden kann. Anschließend erfolgt die Reinigung in der PSA-Reinigungsmaschine »TopClean D«. Das System ermöglicht die Reinigung von Pressluftatmern mit und ohne Flaschen sowie von Lungenautomaten unter Druckluftbeaufschlagung. Dadurch wird verhindert, dass Wasser in die Pneumatik eindringt.
Masken werden auf spezielle Maskenköpfe gespannt, um eine gleichmäßige Reinigung ohne Sprühschatten zu ermöglichen. So lassen sich Ruß, Abbrandrückstände und andere Rückstände entfernen, ohne die Innenseite der Masken zu kontaminieren. Nach der Reinigung werden Masken und Lungenautomaten gemäß Herstellervorgaben zerlegt und im Reinigungs- und Desinfektionsgerät »TopClean M« behandelt.
Der anschließende Trocknungsprozess erfolgt über einen Trockenschrank, der gleichzeitig als Durchreiche zwischen Schwarz- und Weißbereich dient. Im Weißbereich wird die Ausrüstung wieder montiert, geprüft, dokumentiert und verpackt.
Mobile Lösung für Großschadenslagen
Die mobile Atemschutzwerkstatt wiegt weniger als 3,5 Tonnen und kann flexibel eingesetzt werden. Vorgesehen ist der Einsatz bei langanhaltenden Gefahrenlagen wie Hochwasser oder Vegetationsbränden. Gleichzeitig eignet sich das System als Interimslösung während Umbauten oder Sanierungen bestehender Atemschutzwerkstätten.
Die Trennung von Schwarz- und Weißbereich soll das Risiko einer Kontaminationsverschleppung reduzieren. Im kontaminierten Bereich kommen ausschließlich Edelstahlmöbel zum Einsatz. Kurze Prozesszeiten unterstützen Gerätewarte dabei, Atemschutztechnik schneller wieder einsatzbereit zu machen.
Ausstattung der mobilen Werkstatt
Zur Ausstattung gehören unter anderem ein Absaugtisch von Kemper, die PSA-Reinigungsmaschine »TopClean D« mit Umkehrosmoseanlage, ein Spülbecken, das Reinigungs- und Desinfektionsgerät »TopClean M«, ein Trockenschrank von Liemab sowie Arbeitsplätze zum Prüfen und Dokumentieren der Atemschutztechnik.
Interessierte können die mobile Atemschutzwerkstatt auf der Messe im Außengelände an Stand T90 zwischen Halle 11 und 12 besichtigen. Dort sind auch Live-Demonstrationen vorgesehen.


