Tag der Seenotretter: Rund 40.000 Besucher an der Küste

Artikel vom 27. Juli 2026
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Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat am 26. Juli 2026 ihren Tag der Seenotretter an Nord- und Ostsee veranstaltet. Rund 40.000 Menschen besuchten 38 Stationen, besichtigten Rettungseinheiten beim Open Ship und erlebten Übungen sowie Vorführungen.

Erfolgreicher Tag der Seenotretter_YPS-Maasholm: In Maasholm beobachten Gäste die Vorführung der Einheiten »FRITZ KNACK« und »HELLMUT MANTHEY« mit einem SAR-Hubschrauber der Marine. (Bild: Peter Neumann/YPS)

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat am 26. Juli 2026 zum 28. Mal den Tag der Seenotretter veranstaltet. Rund 40.000 Besucherinnen und Besucher kamen an 38 Stationen an Nord- und Ostsee mit den Besatzungen ins Gespräch, besichtigten Seenotrettungskreuzer und Seenotrettungsboote beim Open Ship und informierten sich über die spendenfinanzierte Arbeit auf See.

Auf vielen Stationen zeigten die Seenotretter ihre Einsatzbereitschaft mit Vorführungen in Häfen und direkt vor den Küsten. Dazu gehörten Präsentationen der Rettungstechnik, Mensch-über-Bord-Übungen und Fahrten der Rettungseinheiten. Weil jeweils nur eine begrenzte Zahl von Gästen an Bord gehen konnte, kam es beim Open Ship zeitweise zu Wartezeiten. Einige Besucherinnen und Besucher nutzten den Aktionstag, um mehrere Stationen nacheinander zu besuchen und unterschiedliche Einheiten in Aktion zu erleben.

Einsätze während des Aktionstags

Auch während der Veranstaltungen blieben die Rettungseinheiten einsatzbereit. In Travemünde halfen Freiwillige in zwei Fällen Menschen, die sich auf einem Schiff beziehungsweise beim Wakeboarden verletzt hatten. Beide Patienten wurden vorübergehend in ein Krankenhaus gebracht. Vor Cuxhaven unterstützte eine Crew ein Motorboot nach einem Maschinenausfall. Die Station Amrum war in der Nacht mehrere Stunden für ein Kind mit starken Bauchschmerzen unterwegs, das in ein Krankenhaus gebracht werden musste. Vor Hiddensee schleppte das Tochterboot des Seenotrettungskreuzers »NIS RANDERS« eine Segelyacht frei, die auf einer Untiefe festgekommen war.

Übungen mit Partnern an Nord- und Ostsee

An vielen Orten waren Partner an, auf und über See beteiligt. Hubschrauber des Marinefliegergeschwaders 5 sowie von NHC Northern Helicopter unterstützten Rettungsübungen. Auch lokale Feuerwehren und Gruppen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft wirkten mit. Zusätzlich reisten viele Ehrenamtliche an die Küste, die sich sonst im Binnenland in der Öffentlichkeitsarbeit engagieren.

Die Seenotretter halten rund 60 Seenotrettungskreuzer und -boote auf 53 Stationen zwischen Borkum und Usedom einsatzbereit. Die Einsätze werden von der deutschen Rettungsleitstelle See, dem Maritime Rescue Co-ordination Centre Bremen, koordiniert. Jahr für Jahr fahren die Crews rund 2.000 Einsätze. Seit der Gründung 1865 haben sie mehr als 87.000 Menschen aus Seenot gerettet oder aus drohenden Gefahren befreit.

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