Magirus steigert Umsatz und baut internationale Präsenz aus
Ausstattung
Magirus hat im ersten Halbjahr 2026 den Umsatz um mehr als 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr erhöht. Der Auftragsbestand liegt bei über einer Milliarde Euro. Parallel laufen Qualitätsverbesserungen, der Ausbau von Defense & Security und die stärkere regionale Präsenz weiter.

Das Unternehmen setzt seinen Entwicklungskurs fort und treibt die Neuausrichtung weiter voran. (Bild: Magirus)
Im ersten Halbjahr 2026 hat Magirus den Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um mehr als 30 Prozent gesteigert. Für das Gesamtjahr wird ein Umsatz von mehr als 400 Millionen Euro erwartet. Der Auftragsbestand überschreitet die Marke von einer Milliarde Euro. Damit sieht das Unternehmen die 2025 gestartete Neuausrichtung bestätigt, verweist aber zugleich auf offene Aufgaben bei operativen Prozessen, Internationalisierung und Service.
Qualität und Prozesse im Mittelpunkt
Die Neuausrichtung soll vor allem die operative Stabilität erhöhen. Im Fokus stehen stabilere Abläufe, eine höhere Verlässlichkeit von Produkten und Dienstleistungen sowie eine engere Ausrichtung am Bedarf von Feuerwehren, Einsatzorganisationen und Sicherheitsbehörden. Qualität wird dabei nicht als einzelne Kennzahl verstanden, sondern als Voraussetzung für den Einsatzalltag, in dem Technik zuverlässig funktionieren muss.
Zu den weiteren Aufgaben zählen die fortlaufende Prozessverbesserung, der Ausbau des Kundenservice und die Stärkung der Marke. Das Unternehmen sieht sich auf Kurs, betont aber, dass die Stabilisierung nicht abgeschlossen ist. Die Ergebnisse des ersten Halbjahres bilden dafür eine belastbare Grundlage.
Defense & Security wird weiter aufgebaut
Der Geschäftsbereich Defense & Security entwickelt sich laut Mitteilung planmäßig. Die Integration des Standorts Radfeld ist weitgehend abgeschlossen und soll die weitere Entwicklung des Geschäftsfelds unterstützen. Die Vertriebsaktivitäten wurden neu ausgerichtet, erste Kundengespräche laufen.
Neben dem Vertrieb des bestehenden Portfolios geht es auch um neue Lösungen, die Synergien innerhalb der Gruppe nutzen. Bis zur Jahresmitte 2027 ist die Vorstellung einer eigenen mobilen Antennenmastlösung geplant. Sie soll das Portfolio im Bereich Defense & Security ergänzen.
Mehr Nähe zu internationalen Märkten
Parallel zur Neuausrichtung in Deutschland baut das Unternehmen seine internationale Präsenz aus. Ziel ist es, Händler und Partner enger zu begleiten, Marktpotenziale systematischer zu erschließen und Kunden in den Regionen schneller zu unterstützen.
Nach der Gründung einer Landesgesellschaft in der Schweiz und dem neuen Standort in Schongau im Kanton Luzern im Jahr 2025 laufen weitere Schritte: Dazu gehören eine eigene Gesellschaft in den Vereinigten Arabischen Emiraten, ein angestrebtes Joint Venture mit der Juffali Group in Saudi-Arabien sowie geplante Landesgesellschaften in Spanien und Polen. Die regionale Präsenz soll die Verfügbarkeit von Produkten und Services verbessern.
Für das zweite Halbjahr 2026 bleibt die Umsetzung des Transformationsplans zentral. Dabei geht es nicht nur um den Jahresabschluss, sondern um dauerhafte operative Leistungsfähigkeit: verlässlichere Prozesse, engere Kundenbeziehungen und eine internationale Ausrichtung, die den Bedarf von Einsatzkräften in unterschiedlichen Märkten berücksichtigt.



