»1st German Health Resilience Conference« zu Krisenfestigkeit
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Die »1st German Health Resilience Conference« im Rahmen der MEDICA 2026 rückt Resilienz im Gesundheitswesen in den Fokus. Messe Düsseldorf und Partner stellen Themen wie Blackout, KRITIS-Schutz, Cyberangriffe, Krisenkommunikation und Versorgungssicherheit vor.

Die MEDICA zählt zu den weltweitführenden Fachmessen für Medizintechnik und Gesundheitswirtschaft, und findet jährlich Mitte November in den Düsseldorfer Messehallen statt. (Bild: Messe Düsseldorf GmbH)
Pandemien, Cyberangriffe, Extremwetterereignisse, geopolitische Konflikte oder großflächige Stromausfälle können die Gesundheitsversorgung erheblich belasten. Krankenhäuser, Rettungsdienste, Pflegeeinrichtungen und Behörden müssen auch dann handlungsfähig bleiben, wenn etablierte Abläufe unter Druck geraten. Genau hier setzt die neue Konferenz im Umfeld der Fachmesse vom 16. bis 19. November 2026 in Düsseldorf an.
Bei der »1st German Health Resilience Conference« geht es darum, wie sich die Widerstandsfähigkeit des Gesundheitswesens stärken lässt: von strategischen Grundsatzfragen bis zu Erfahrungen aus der Praxis. Die von Messe Düsseldorf gemeinsam mit der German Health Alliance kuratierte und organisierte deutschsprachige Konferenz wird zusätzlich durch den Industrieverband SPECTARIS unterstützt. Im Mittelpunkt steht das Zusammenspiel aller Beteiligten entlang der Versorgungskette.
Resilienz als Aufgabe für Versorgung und Gesellschaft
Das Programm reicht von gesellschaftlichen und politischen Fragestellungen bis zu operativen Herausforderungen im Klinikalltag. Diskutiert wird unter anderem, wie gut Deutschland auf unterschiedliche Gefährdungslagen vorbereitet ist und welche Erwartungen Bevölkerung und Institutionen an ein belastbares Gesundheitssystem haben.
Einbezogen werden neben Krankenhäusern auch ambulante Versorgung, Pflegeeinrichtungen, Apotheken, Labore, öffentliche Verwaltung, Hilfsorganisationen und die Bundeswehr. Auch besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen, lokale Unterstützungsnetzwerke und die Rolle der Zivilgesellschaft stehen auf der Agenda. Themen wie gesundheitliche Vulnerabilität, Community Resilience und die Unterstützung durch Bürgerinnen, Bürger sowie pflegende Angehörige werden damit Teil der Debatte.
Blackout, KRITIS-Schutz und Krisenkommunikation
Großflächige Stromausfälle zeigen, wie schnell kritische Infrastrukturen unter Druck geraten können. Solche Szenarien betreffen nicht nur Energieversorger, sondern auch medizinische Einrichtungen, Pflegeeinrichtungen, Apotheken und Rettungsdienste. Im Programm werden deshalb Blackout-Szenarien, Notfallkommunikation, Alarm- und Einsatzplanung sowie die Sicherung wichtiger Ressourcen behandelt.
Weitere Schwerpunkte liegen auf dem Schutz kritischer Infrastrukturen, IT-Ausfällen, Cyberangriffen, Naturkatastrophen und krisenbedingten Versorgungsengpässen. Auch die Ausfallsicherheit digitaler Systeme, Objektschutz, Strom- und Wasserversorgung sowie klare Strukturen im Krisenmanagement werden aufgegriffen. Ziel ist es, strategische Diskussionen mit konkreten Handlungsmöglichkeiten für Einrichtungen der Gesundheitsversorgung zu verbinden.
Praxisbeispiele aus Klinik, Forschung und Gefahrenabwehr
Zu den angekündigten Referenten zählen Fachleute aus Risiko- und Resilienzforschung, Feuerwehr sowie Krankenhaus-Krisenmanagement. Ihre Beiträge sollen zeigen, wie sich Schutzkonzepte, Notfallplanung und organisatorische Strukturen im Alltag vorbereiten lassen. Eine Podiumsdiskussion vergleicht reale Krisenerfahrungen mit theoretischen Planungen und rückt damit die Frage in den Mittelpunkt, welche Maßnahmen im Ernstfall tragen.
Die Veranstaltung versteht gesundheitliche Resilienz als Gemeinschaftsaufgabe. Sie bringt unterschiedliche Verantwortlichkeiten und Erfahrungen zusammen und schafft einen Rahmen, in dem Strategien, praktische Erkenntnisse und Lösungsansätze gebündelt werden. Damit richtet sie sich an Akteure, die Versorgungssicherheit nicht nur unter Normalbedingungen betrachten, sondern auch für Situationen planen, in denen Belastungen zunehmen und Routinen an Grenzen stoßen.





