Hochwasserschutz für Fahrradstation in Hennef beim Neubau
Hochwasser- und Katastrophenschutz, Logistik
Die neue Fahrradstation in Hennef erhält Schutz vor Starkregen und Hochwasser: Anhamm Liquid Barrier Products GmbH installiert am tiefer liegenden Zugang ein rund drei Meter breites »Klappschott«, das mechanisch arbeitet und in das Bauwerk integriert wird.

(Bild: Anhamm Liquid Barrier Products GmbH)
Auf dem Place Le Pecq direkt am Bahnhof Hennef entsteht eine neue Fahrradstation mit Platz für 392 Fahrräder. Da ein wesentlicher Teil der Anlage unterhalb des Platzes liegt, berücksichtigt die Stadt bereits beim Neubau Maßnahmen gegen Starkregen und Hochwasser. Am Zugang wird dazu ein rund drei Meter breites »Klappschott« mit einer Schutzhöhe von etwa 2,50 Metern eingebaut.
Die Anlage wird über eine Rampe von der Humperdinckstraße erschlossen. Unter dem Platz entstehen gesicherte und wettergeschützte Stellplätze. Oberirdisch sind unter anderem ein Fahrradhandel mit Werkstatt sowie eine öffentliche barrierefreie Toilette vorgesehen. Die Fertigstellung ist für Ende 2027 geplant.
Überflutungsvorsorge als Teil der Klimaanpassung
Mit der Überflutungsvorsorge greift die Stadt ein Thema auf, das bei der Planung neuer Infrastruktur an Bedeutung gewinnt. Gerade tiefer liegende Gebäudezugänge können bei Starkregen zu Eintrittswegen für Wasser werden. Auf dicht bebauten und versiegelten Flächen kann Niederschlag zudem nur begrenzt versickern, wenn innerhalb kurzer Zeit große Wassermengen fallen.
In Hennef ist der Umgang mit diesen Risiken Teil einer umfassenderen Klimaanpassungsstrategie. Die Stadt hat 2025 ein Klimaanpassungskonzept beschlossen. Zu den darin formulierten Maßnahmen gehört auch die Überflutungsvorsorge an öffentlichen Gebäuden und an der städtischen Infrastruktur. An der Fahrradstation wird dies nun bei einem städtischen Neubau umgesetzt.
Mechanische Barriere im Zugang integriert
Am Zugang zur Fahrradstation wird derzeit ein Schutzsystem der Anhamm Liquid Barrier Products GmbH aus Moers verbaut. Im Normalbetrieb liegt die Barriere im Boden. Tritt Wasser ein, richtet sie sich mechanisch auf; eine externe Energieversorgung ist dafür nicht erforderlich. Anders als mobile Schutzsysteme muss sie im Ereignisfall nicht erst herangeschafft und aufgebaut werden.
Mit einer Breite von rund drei Metern und einer Schutzhöhe von etwa 2,50 Metern ist das System auf den groß dimensionierten Zugang zum unterirdischen Teil der Fahrradstation ausgelegt. Der Schutz wird nicht nachträglich ergänzt, sondern während des Neubaus in die Anlage integriert.
Fahrradstation als Teil des Masterplans Mobilität
Die neue Fahrradstation ist Bestandteil des Masterplans Mobilität der Stadt Hennef. Sie soll den Umstieg zwischen Fahrrad, Bus und Bahn erleichtern. Ergänzt wird das Projekt unter anderem durch eine extensive Dachbegrünung, neue Bepflanzungen und eine Photovoltaikanlage. Der Bund fördert die Fahrradstation im Rahmen seines Programms für Fahrradparkhäuser an Bahnhöfen.
Der Hersteller entwickelt und fertigt mechanische Rückhaltesysteme für den Hochwasser- und Starkregenschutz sowie für die Gefahrstoff-, Produkt- und Leckagerückhaltung. Die Systeme werden bodenbündig eingebaut, sodass Verkehrswege im Normalbetrieb frei bleiben. Sie arbeiten ohne externe Energieversorgung, verursachen keine laufenden Betriebskosten und gelten laut Mitteilung als wartungsarm. Zum Einsatz kommen Edelstahl sowie chemikalienbeständige PTFE-Dichtungen. Für die Systeme liegen Prüfungen und Zulassungen vor, unter anderem zu Dichtheit, Belastung und Befahrbarkeit sowie für Anwendungen im Brandschutz und zur Gefahrstoffrückhaltung.





