THW trainiert bundesweites Krisenmanagement bei »LÜKEX 26«
Ausbildung, Fortbildung
Das Technische Hilfswerk (THW) nimmt an der »LÜKEX 26« teil. In dem Szenario üben rund 180 Organisationen auf Bundes- und Landesebene das Krisenmanagement bei einer schweren Hitzewelle nach langer Trockenheit.

(Bild: Bundesanstalt Technisches Hilfswerk THW)
Seit dem 4. November 2026 beteiligen sich hauptamtlich besetzte Dienststellen des Technischen Hilfswerks (THW) an der »Länder- und Ressortübergreifenden Krisenmanagementübung« »LÜKEX 26«. Bis zum 6. November üben fast 180 Organisationen auf Bundes- und Landesebene ein fiktives Szenario: Eine extreme Hitzewelle nach einer langjährigen Trockenperiode führt zu einer Notlage in Deutschland.
Im Mittelpunkt steht nicht der praktische Einsatz vor Ort, sondern das strategische Krisenmanagement. Die beteiligten Stellen trainieren, wie Abläufe, Zuständigkeiten und Abstimmungen in einer großen Krisenlage funktionieren. Dabei geht es auch um die Aufrechterhaltung der Staats- und Regierungsfunktion.
Neue Strukturen im Belastungstest
Die ehrenamtlich getragene Zivilschutzbehörde hat ihr bundesweites Krisenmanagement für die Zivile Verteidigung in den vergangenen Jahren weiter ausgebaut. In der Übung werden diese angepassten Strukturen geprüft. Eingebunden sind die Leitung, die Dienststellen der Landesverbände sowie Verbindungspersonen.
Das Szenario rund um Dürre und Hitzewellen ist breit angelegt. Mögliche Einsatzoptionen umfassen unter anderem technisch-logistische Unterstützung bei Waldbränden, Transportfahrten und den Aufbau von Notunterkünften. Damit deckt die Übung mehrere Aufgaben ab, die bei länger andauernden Extremwetterlagen relevant werden können.
Strategisches Krisenmanagement statt Einsatzübung
Koordiniert wird die Übungsserie vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Anders als bei Zivilschutzübungen, bei denen Einsatzkräfte Abläufe praktisch proben, fordert dieses Format vor allem Führungs- und Entscheidungsprozesse. Nach Abschluss der Übung wertet das Bundesamt die Ergebnisse aus und leitet daraus Handlungsempfehlungen ab.
Die Organisation ist die ehrenamtlich getragene Einsatzorganisation des Bundes. Rund 88.000 Freiwillige bilden die Grundlage der Arbeit im Bevölkerungsschutz. Mit Fachleuten, Technik und Einsatzerfahrung unterstützt sie im Auftrag der Bundesregierung auch international, unter anderem im Katastrophenschutzverfahren der Europäischen Union sowie im Auftrag von Organisationen der Vereinten Nationen.



