Moderne Atemschutzwerkstatt sorgt für mehr Sicherheit

Artikel vom 28. Januar 2026
Ausstattung von Atemschutzwerkstätten

Die Feuerwehr Offenburg setzt auf hochmoderne Technik zur Reinigung und Desinfektion von Atemschutzgeräten. Dank innovativer Meiko-Geräte erfolgt die Aufbereitung nun schneller, sicherer und ergonomischer – zum Schutz der Einsatzkräfte und ihrer Gesundheit.

Bestückung des Korbes mit Lungenautomaten zur Reinigung und Desinfektion. Der Atemschutzgerätewart schiebt einen Lungenautomatenkorb durch Schleuse und trennt die Druckbeaufschlagung vom Gerät »TopClean H« (Bild: Meiko).

Martin Hertwig leitet die Atemschutzwerkstatt der Feuerwehr Offenburg. Durch seine Hände und die seiner beiden Kollegen wandert die Persönliche Schutzausrüstung (PSA) von Feuerwehren aus sechs Gemeinden, den Werksfeuerwehren zweier Unternehmen sowie der Offenburger Feuerwehrleute zur Aufbereitung. In Zahlen bedeutet dies: 700 Masken, 320 Lungenautomaten und 180 Atemschutzgeräte.

Vor der Modernisierung der Atemschutzwerkstatt reinigte Hertwig mit seinen Kollegen alles manuell – bis auf die Masken, die wanderten in eine Haushaltsgeschirrspülmaschine. »18 Stück haben wir darin untergebracht und das Gerät lief zwei Stunden«, erinnert er sich. Doch das ist nun Geschichte. Die rund 2000 Masken pro Jahr werden jetzt deutlich schneller und sicherer aufbereitet. Seit der Modernisierung kann alles in der Regelarbeitszeit der Hauptamtlichen erledigt werden.

Bei der Planung wurden gleich drei Kreisläufe berücksichtigt: die Atemschutzwerkstatt, die Schlauchwerkstatt und die Wäscherei. Dabei wurde der Fokus auf die Sicherheit der Atemschutzgerätewarte gelegt. Die Vorzeigewerkstatt hat sich herumgesprochen und Atemschutzgerätewarte aus ganz Deutschland besuchen die FW Offenburg.

MEIKOs Planungsprämisse war eine strikte Schwarz-Weiß-Trennung, die Berücksichtigung der Ergonomie sowie maximale Effizienz. Aus diesem Grund folgt auf den Lochtisch ein »TopClean D« zur Grobreinigung der Atemschutztechnik. Das Gerät ermöglicht eine Dekontamination krankheitserregender Stoffe wie z. B. Ruß. Der ist hydrophob und lässt sich nicht einfach unter fließendem Wasser abspülen. »TopClean D« arbeitet mit hohem Wasserdruck und entfernt so den gröbsten Schmutz – und zwar von Masken, Tragegestellen, von den Flaschen und auch von der Pneumatik.

Die nächste Station: Eine ausreichend große Arbeitsfläche aus Edelstahl für die Demontage der Pressluftatmer. Wegen der großen Menge der zu reinigenden Gegenstände schließt sich an die Arbeitsfläche ein »TopClean H« an: Ein Reinigungs- und Desinfektionsgerät mit sogenannter Haubenautomatik. Spezielle Körbe werden mit den Atemschutzmasken und Lungenautomaten bestückt. Letztere werden dabei via Schnellkupplung an die Maschine »angeschlossen«.

Auch der ehemalige Kommandant der Feuerwehr Offenburg, Peter Schwinn, schätzte die Zusammenarbeit mit Meiko. Hatten sie doch gemeinsam einen Prozess in der Atemschutzwerkstatt etabliert, der wirklich top ist. Besonders innovativ ist dabei die Trennung der Maskenreinigung in zwei Schritte: 1. Vorreinigung von außen im »TopClean D« und 2. Desinfektion von innen und außen im »TopClean H« und das bei Zeitersparnis und höherer Hygienesicherheit.

Früher bestand die Gefahr, dass bei der Vorreinigung im Tauchbecken schädliche Partikel, z. B. kleinste Asbestfasern, von der Außenseite der Maske ins Innere gelangten und bei der Desinfektion, bei der Bakterien und Viren beseitigt werden, nicht entfernt wurden. Beim nächsten Einsatz wurden sie dann vom Maskenträger eingeatmet. Das kann heute nicht mehr passieren, weil sie im »TopClean D« mechanisch entfernt werden.

Martin Hertwig sieht vor allem den Arbeitsschutz, die Ergonomie und die Schnelligkeit beim Abarbeiten als absolute Vorteile: »Als wir noch manuell gereinigt haben, durfte bei den Feuerwehren in unserem Pool wirklich nichts passieren, wenn die Ausrüstung gerade bei uns war«, erinnert sich der Leiter der Atemschutzwerkstatt. Aber auch die Tatsache, dass seine Kollegen und er jetzt so wenig Schadstoffe wie nur möglich einatmen, ist für ihn ein unschätzbarer Vorteil im Arbeitsalltag.

Mit der Planung und Ausstattung der Atemschutzwerkstatt in Offenburg hat Meiko bewiesen, dass individuelle Kundenbedürfnisse in gemeinsamer Planung in eine optimale Lösung umgesetzt werden können. »Mit unseren Maschinen wird die Arbeit in einem Bruchteil der bisher benötigten Zeit erledigt – und das ohne zusätzliche chemische Belastung oder dass das Material leidet«, sagt Jens Jacobsen, Vertriebsleiter PSA bei Meiko.

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