Deutsche Feuerwehr-Teams starten bei CTIF-Wettbewerben 2026

Artikel vom 16. Juli 2026
Vorbeugender Brandschutz

Deutsche Feuerwehr-Teams treten im Sommer 2026 bei internationalen CTIF-Wettbewerben an. Der Deutsche Feuerwehrverband verweist auf Training, Fitness und präzise Abläufe als Grundlage für Löschangriff, Staffellauf und Feuerwehrsport.

Deutsche Feuerwehr-Meisterschaften 2025 im Traditionellen Internationalen Feuerwehrwettbewerb in Böblingen (BW) (Bild: Silvia Oestreicher/DFV)

Die Wettbewerbe folgen im Sommer 2026 dicht aufeinander: In Šumperk in Tschechien treten Jugendfeuerwehrangehörige bei der 25. Internationalen Jugendfeuerwehrbegegnung des Weltfeuerwehrverbandes CTIF an. Direkt danach stehen vom 22. bis 26. Juli in Eisenstadt in Österreich die 18. Internationalen Feuerwehrwettbewerbe mit Löschangriff trocken und Hindernis-Staffellauf auf dem Programm. Vom 17. bis 22. August messen sich die Teams in Ostrava in Tschechien bei den 18. Internationalen Feuerwehrwettbewerben im Internationalen Feuerwehrsportwettkampf.

Der Deutsche Feuerwehrverband beschreibt die Wettbewerbe als Belohnung für hartes Training und präzise Arbeit. Neben dem Leistungsvergleich geht es um Erfahrungsaustausch und um die Zusammenarbeit von Feuerwehrangehörigen aus aller Welt. In diesem Jahr beteiligen sich mehrere Tausend Teilnehmende aus mehr als 20 Nationen an den Wettbewerben des Weltfeuerwehrverbandes. Aus den internationalen Begegnungen sind nach Angaben des Verbandes auch langjährige Freundschaften und Austausche zwischen Feuerwehren entstanden.

Jugendteams mit Löschübung und Staffellauf

Der internationale Bewerb des CTIF für die Jugend ist ein zweiteiliger Wettbewerb nach internationalen Regeln. Im feuerwehrtechnischen A-Teil absolvieren die Gruppen eine Löschübung mit Hürden. Der sportliche B-Teil ist ein 400-Meter-Staffellauf mit kleinen Aufgaben für die neun Gruppenmitglieder. Deutschland ist hier mit drei Mannschaften vertreten: zwei Teams aus Oberneukirchen in Bayern und eine Gruppe aus Dassendorf in Schleswig-Holstein.

Auch der Internationale Feuerwehrwettbewerb besteht aus zwei Teilen. Beim 400-Meter-Staffellauf legen acht Mitglieder jeweils 50 Meter zurück. Dabei müssen sie Hindernisse wie einen Schwebebalken, eine Wand und eine lange Röhre bewältigen. Das Staffelholz ist in diesem Fall ein Strahlrohr, das korrekt übergeben werden muss. Fehler, etwa verdrehte Leitungen oder falsche Handgriffe, wirken sich auf die Endzeit aus. Beim Löschangriff werden Saug- und Druckleitungen möglichst schnell verlegt.

13 Mannschaften im internationalen Wettbewerb

Im Internationalen Feuerwehrwettbewerb treten 13 deutsche Mannschaften an. In der Wertungsgruppe A starten Teams ohne Alterspunkte; gemischte Mannschaften sind möglich. Vertreten sind Nidderau-Eichen A1, Herrenberg-Kuppingen, Philippsreut, Nidderau-Eichen A2, Renningen A1 und Reken A. In der Wertungsgruppe B starten Teams, deren Mitglieder alle über 30 Jahre alt sind. Dazu gehören Langenbach B1, Densberg, Huttengrund und Asendorf-Uenzen B. Bei den Frauen treten Nidderau-Eichen und Möllenbeck in der Wertungsgruppe A sowie Hasselroth in der Wertungsgruppe B an.

Feuerwehrsport mit Hakenleiter und Löschangriff nass

Beim Internationalen Feuerwehrsportwettkampf wird zwischen Einzel- und Mannschaftsdisziplinen unterschieden. Zu den Einzeldisziplinen gehören die 100-Meter-Hindernisbahn und das Hakenleitersteigen bis ins dritte Obergeschoss. Dabei legen die Feuerwehrleute rund 35 Meter Laufstrecke zurück und erklimmen einen 10,85 Meter hohen Turm. Nach jedem Stockwerk wird die Hakenleiter hochgezogen und im nächsten Stockwerk eingehängt.

Zu den Mannschaftsdisziplinen zählen die 4×100-Meter-Hindernisstaffel und der Löschangriff nass. Dessen Aufbau ist an einen realen Feuerwehreinsatz angelehnt: Wasser gelangt über eine Saugleitung zur Pumpe und von dort über B-Leitungen sowie zwei Angriffsleitungen mit C-Strahlrohr auf eine Zielscheibe. Deutschland ist in dieser Wettbewerbsform mit vier Mannschaften vertreten: Team Germany Frauen, Team Germany Männer, Junioren weiblich und Junioren männlich.

Bei allen Wettbewerben zählen schnelle Zeiten und korrekte Durchführung. Wertungsrichter überwachen die Abläufe; Abweichungen führen zu Fehlerpunkten in Form von Zeitabzügen. Über die Veranstaltungen berichtet der Verband unter anderem auf Facebook. Bildmaterial wird über die Presseseite bereitgestellt.

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