Hochwasserschutz: VdS zertifiziert »FRAMEBLOKK« für Objekte
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VdS hat mit »FRAMEBLOKK« erstmals ein Hochwasserschutzelement nach Richtlinie 3855 anerkannt. Das modulare System schützt Fenster und Türen bei Starkregen und Hochwasser, besteht aus Recyclingmaterial und richtet sich an Eigentümer, Betreiber, Kommunen und Versicherer.

Zertifikatsübergabe für das modulare Hochwasserschutzsystem »FRAMEBLOKK« mit Iris Bracht und Arnd Rüsel von der Waterblokk GmbH sowie Sebastian Brose von der VdS Schadenverhütung GmbH. (Bild: VdS Schadenverhütung GmbH)
Fenster und Türen zählen bei Starkregen und Hochwasser zu den besonders gefährdeten Punkten an Gebäuden. Dringt Wasser über diese Öffnungen ein, können schnell Schäden an Bausubstanz, Technik und Nutzung entstehen. Das von Waterblokk entwickelte System »FRAMEBLOKK« setzt genau an diesen Stellen an: Es wird direkt vor Fenster- oder Türöffnungen montiert und soll dort als modulare Barriere den Wassereintritt begrenzen. Die Anerkennung nach VdS 3855 liefert dafür einen unabhängigen Nachweis der Schutzwirkung im direkten Objektschutz.
Schutz an gefährdeten Gebäudeöffnungen
Das Hochwasserschutzelement besteht laut Pressemitteilung vollständig aus einem Mischkunststoff-Recyclingmaterial. Es ist für den wiederholten Einsatz ausgelegt und soll durch UV-, Korrosions- und Salzwasserbeständigkeit auch unter anspruchsvollen Umgebungsbedingungen nutzbar bleiben. Die Schutzbarriere kombiniert eine robuste Konstruktion mit einem Abdichtungssystem, das auf den Einsatz vor Gebäudeöffnungen zugeschnitten ist.
Bei Bedarf kann die Widerstandsfähigkeit durch ein Zwei-Platten-System erhöht werden. Damit lässt sich die Lösung an Situationen anpassen, in denen mit stärkerem Wasserdruck zu rechnen ist. Der modulare Aufbau ist vor allem für Eigentümer, Betreiber und Kommunen interessant, die gefährdete Zugänge oder Öffnungen gezielt absichern müssen, ohne auf flächige Schutzmaßnahmen rund um das gesamte Gebäude zu setzen.
Prüfung unter hydrostatischer Belastung
Im Anerkennungsverfahren wurde die maßgebliche Abdichtungsleistung geprüft. Beteiligt waren Prüfingenieure sowie das Institut Bauen im Klimawandel an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden. Im Ergebnis erreichte das Hochwasserschutzsystem die Dichtheitsklasse C für hydrostatische Belastung über 24 Stunden.
Damit wird beschrieben, wie sich das Element unter dauerhaftem Wasserdruck verhält. Gerade bei Starkregenereignissen oder steigendem Hochwasser ist diese Information wichtig, weil Wasser nicht nur kurzzeitig gegen Türen und Fenster drückt, sondern über längere Zeit ansteht. Die Prüfung liefert damit eine belastbare Grundlage für die Einschätzung, ob ein System zu den jeweiligen Risiken am Objekt passt.
Einordnung für Betreiber und Versicherer
Die Zertifizierung schafft mehr Transparenz bei der Auswahl von Hochwasserschutzsystemen. Für Hausbesitzer, Industriebetriebe oder Kommunen wird nachvollziehbarer, welche Leistungsdaten ein Element im geprüften Einsatzbereich erreicht. Gleichzeitig können Versicherer die dokumentierte Schutzwirkung in ihre Risikobewertung einbeziehen.
Die Richtlinien zu Hochwasserschutzsystemen für den Objektschutz stehen laut Mitteilung kostenlos zum Download im Shop der Prüforganisation zur Verfügung. Sie dienen als Grundlage, um Anforderungen an solche Systeme zu definieren und geprüfte Lösungen vergleichbarer zu machen.



