Brandfrüherkennung für Feuerwache und Einsatzfahrzeuge in Buchen

Artikel vom 11. September 2026
Brandschutzsysteme und -komponenten

Die Freiwillige Feuerwehr Buchen schützt ihre Wache und 13 Einsatzfahrzeuge mit einer vernetzten Brandschutzlösung von Bosch Building Technologies. »Aviotec«, mobile Rauchmelder und Sensorik zur Waldbrandfrüherkennung sollen Brände früh erkennen und Alarmwege verkürzen.

(Bild: Bosch Building Technologies)

Die Freiwillige Feuerwehr Buchen im Neckar-Odenwald-Kreis setzt auf eine vernetzte Brandschutzlösung von Bosch Building Technologies, um die Einsatzfähigkeit der Wache zu sichern und Mitarbeitende zu schützen. Die Stadt Buchen nutzt damit eine freiwillige Präventionslösung, die über gesetzliche Vorgaben hinausgeht. Sie kombiniert eine Brandwarnanlage in der Feuerwache, videobasierte Brandfrüherkennung in der Fahrzeughalle, mobile Rauchmelder in den Einsatzfahrzeugen und Sensorik zur Waldbrandfrüherkennung.

Ein Schwerpunkt liegt auf den modernen Einsatzfahrzeugen. Sie enthalten viel Elektronik und Akkutechnologie. Brände, etwa durch Lithium-Ionen-Akkus elektronischer Rettungswerkzeuge, können schwer zu löschen sein, Fahrzeuge außer Betrieb setzen und auf die Fahrzeughalle übergreifen. Da Löschgruppen- und Tanklöschfahrzeuge hohe Investitionen darstellen und für die Versorgung der Bevölkerung wichtig sind, soll die frühe Detektion helfen, Schäden zu begrenzen und schneller reagieren zu können.

Vernetzte Alarmierung in der Feuerwache

Für die Feuerwache wurde eine Lösung zur frühen Branddetektion geplant und umgesetzt. Grundlage ist eine Brandwarnanlage, die im Brandfall den Alarm direkt an eine Notruf- und Serviceleitstelle weiterleitet. Das ist besonders relevant, weil Wachen Freiwilliger Feuerwehren in der Regel nicht durchgehend besetzt sind.

In der Fahrzeughalle ergänzt die videobasierte Brandfrüherkennung »Aviotec« die Brandwarnanlage. Das System erkennt Entstehungsbrände auch in Gebäuden mit hohen Decken und halboffenen Bereichen und stellt ein Live-Bild bereit. Dadurch können Verantwortliche die Lage schneller einschätzen und Maßnahmen einleiten.

Mobile Rauchmelder in 13 Einsatzfahrzeugen

In den 13 Einsatzfahrzeugen wurden spezielle Mobilfunkrauchmelder installiert. Bei Rauchentwicklung schlagen sie Alarm und senden über eine integrierte Mobilfunkverbindung eine Push-Nachricht an die Smartphones der verantwortlichen Personen. Die Nachricht enthält den genauen Standort des betroffenen Fahrzeugs.

Die Informationen aus den Brandmeldern im Gebäude, der Kamera in der Fahrzeughalle und den mobilen Meldern in den Fahrzeugen laufen über einen Alarmserver zusammen. Im Alarmfall startet darüber eine automatische End-to-End-Alarmkette. So werden Meldungen gebündelt weitergegeben, und die Verantwortlichen können schneller auf einen Brand reagieren.

Sensorik erkennt frühe Anzeichen von Waldbränden

Zusätzlich sind über den Alarmserver 30 Detektoren zur Waldbrandfrüherkennung eingebunden. Sie wurden im Rahmen eines Pilotprojekts in einem Waldgebiet bei Buchen installiert. Die Sensoren sind in rund drei Metern Höhe an Bäumen angebracht und arbeiten als elektronische Nase. Sie erkennen Gase, die bei Vegetationsbränden früh freigesetzt werden.

Damit sollen Schwelbrände bereits erkannt werden, bevor sie sich zu einem Flächenbrand entwickeln. Die Stadt Buchen verbindet so den Schutz der Feuerwache und ihrer Einsatzmittel mit einer technischen Überwachung angrenzender Naturräume. Die Lösung adressiert damit sowohl kritische Infrastruktur als auch den Schutz von Einsatzkräften und Waldflächen.

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