Zum Einsatz – fertig!

Artikel vom 13. Oktober 2022
Löschfahrzeuge

Den Maschinisten, den Einsatzzweck, die Einsatzfahrt, die Sicherheit: All das nahm MAN in den Fokus bei den Feuerwehrfahrzeugen der neuen Fahrzeuggeneration.

Der neue »TGL« mit »CC«-Kabine stellt die Grundlage für den Aufbau als Löschfahrzeug dar: in diesem Fall ein MAN »TGL 12.250 4x2 BB« mit 3,9-Meter-Radstand als Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 10 (Bild: MAN Truck & Bus SE).

Der neue »TGL« mit »CC«-Kabine stellt die Grundlage für den Aufbau als Löschfahrzeug dar: in diesem Fall ein MAN »TGL 12.250 4x2 BB« mit 3,9-Meter-Radstand als Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 10 (Bild: MAN Truck & Bus SE).

MAN hat seine neue Truck-Generation vorgestellt und man erkennt sie sofort wieder als MAN. Die Designer haben sein unverwechselbares Gesicht behutsam weiterentwickelt.

Unverändert bleibt die bekannte Gliederung in vier Baureihen: Der neue »TGL« deckt den Tonnagebereich von 7,5 bis 12 Tonnen ab. Ausschließlich in 4×2-Versionen erhältlich, eignet er sich bei der Feuerwehr als Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF-W, TSF-L), Mittleres Löschfahrzeug (MLF), Löschgruppenfahrzeug (LF 10, HLF 10) und Gerätewagen aller Arten.

MAN bietet den Feuerwehren den »TGM« mit Straßen- und Allradantrieb und verschieden langen Radständen sowie Kabinenausführungen an. In enger Abstimmung mit den Aufbauherstellern entstanden branchengerecht vorbereitete Fahrgestelle (Bild: MAN Truck & Bus SE).

MAN bietet den Feuerwehren den »TGM« mit Straßen- und Allradantrieb und verschieden langen Radständen sowie Kabinenausführungen an. In enger Abstimmung mit den Aufbauherstellern entstanden branchengerecht vorbereitete Fahrgestelle (Bild: MAN Truck & Bus SE).

Daran knüpft direkt der neue »TGM« an von 12 bis 18 Tonnen als Zweiachser und als 26-Tonner mit drei Achsen. Der »TGM« kommt als Zweiachser mit Straßen- und Allradantrieb bei den Feuerwehren fast weltweit auf die größte Verbreitung in Anzahl und Varianten. Löschgruppenfahrzeuge (LF 10 / LF 20, HLF 10 / HLF 20, LF-KatS), Tanklöschfahrzeuge (TLF 2000 bis TLF 4000), Hubrettungsfahrzeuge (Drehleitern und Teleskopmaste), Gerätewagen aller Art (wie GW-L 2 oder GW-G) und Rüstwagen sind die gängigsten Vertreter der genormten Feuerwehrfahrzeugtypen in Deutschland. Beim neuen »TGS« von 18 bis 41 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht liegt wie bisher der Fokus auf schwere Anwendungen wie große Tanklöschfahrzeuge (TLF 4000) und Sonderlöschfahrzeuge, Teleskopmaste hoher Reichweite oder Wechselladerfahrzeuge. Diese Baureihe weist die größte Variantenvielfalt von zwei bis fünf Achsen auf. Die Baureihe »TGX« findet sich selten als Feuerwehrfahrzeug, ihre Domäne liegt im Fernverkehr. Ergänzend zum Straßen- und Allradantrieb ist »HydroDrive« im Angebot bei »TGS« und »TGX«. Der hydraulische Antrieb in der Vorderachse ist erste Wahl, wenn das Fahrzeug überwiegend auf befestigter Straße bewegt wird und nur selten zusätzliche Traktion benötigt wird. Viele Feuerwehren setzen bei Wechselladerfahrzeugen auf dieses bewährte System.

Das Fahrerhaus – der Maschinist im Fokus

Einsatzkräfte steigen oft ein und aus – und das unter Zeitdruck. Daher ist ein sicherer und komfortabler Einstieg besonders wichtig. Die Türen öffnen mit 89 Grad rechtwinklig. Breite, treppenartig angeordnete Stufen mit rutschsicherer Oberfläche sowie lange Haltegriffe ermöglichen einen ergonomisch geraden Ein- und Ausstieg. In der Parkposition lässt sich das Lenkrad waagrecht nach vorne wegklappen und gibt den Platz vor dem Fahrersitz frei. Das erleichtert sehr den Einstieg, vor allem bei ständig wechselnden Maschinisten.

Bequemer Einstieg für den Maschinisten und Fahrzeugführer in die Fahrerhäuser der neuen MAN Truck-Generation, denn die Türen öffnen mit 89 Grad rechtwinklig. Gerade, übereinander angeordnete treppenartige Stufen und lange Handläufe in der Türöffnung tragen zur Sicherheit beim zügigen Ein- und Aussteigen bei (Bild: MAN Truck & Bus SE).

Bequemer Einstieg für den Maschinisten und Fahrzeugführer in die Fahrerhäuser der neuen MAN Truck-Generation, denn die Türen öffnen mit 89 Grad rechtwinklig. Gerade, übereinander angeordnete treppenartige Stufen und lange Handläufe in der Türöffnung tragen zur Sicherheit beim zügigen Ein- und Aussteigen bei (Bild: MAN Truck & Bus SE).

Mit einem Knopfdruck lässt sich das Lenkrad in eine zum Fahren passende Position schwenken. Die klare Gliederung des Cockpits in eine Bedien- und eine Ableseebene unterstützt die Konzentration des Maschinisten auf das Verkehrsgeschehen um ihn herum. Griffgünstig sind Lenkrad, Bedienelemente und Taster angeordnet. Weiter entfernt liegen die Anzeigen und Displays. Das erleichtert die Anpassung der Augen beim Wechsel von der Fernsicht auf den Straßenverkehr zur Ableseebene mit den Instrumenten.

»Easy Control« – praktisch und hilfreich

Die neue MAN Truck-Generation bietet dem Maschinisten mit »Easy Control« ein praktisches und hilfreiches Feature: ein Bedienfeld mit vier Tasten auf der Türinnenseite. Es lässt sich bei geöffneter Fahrertüre bequem erreichen.

In der Innenseite der Fahrertüre lassen sich mit »Easy Control« auf vier Tasten definierte Fahrzeugfunktionen bequem bedienen. Dazu zählen der Warnblinker und beispielsweise Motor aus/ein, Nebenabtriebsschaltung und Aktivierung der Rundumkennleuchten (Bild: MAN Truck & Bus SE).

In der Innenseite der Fahrertüre lassen sich mit »Easy Control« auf vier Tasten definierte Fahrzeugfunktionen bequem bedienen. Dazu zählen der Warnblinker und beispielsweise Motor aus/ein, Nebenabtriebsschaltung und Aktivierung der Rundumkennleuchten (Bild: MAN Truck & Bus SE).

Lästiges in die Kabine klettern oder sich vom Einstieg aus mühsam nach dem Schalter strecken entfällt. Zwei der Tasten kann die MAN Fachwerkstatt aus einer Auswahl an Funktionen belegen. Dazu gehören Aktivierung Nebenabtrieb, Rundumkennleuchten, Ladeflächenbeleuchtung, Arbeitsscheinwerfer oder Freigabe der Ladebordwand. Die dritte Taste ist werksseitig bereits mit Motor ein/aus oder wahlweise mit dem Schließen von Fenster und Schiebdach belegt. Die vierte Taste ist immer für den Warnblinker reserviert.

Geänderte Kabinenbezeichnungen

Das Kompaktfahrerhaus der Baureihen »TGL« und »TGM« für die Truppbesatzung heißt nun »CC«, die längere Ausführung mit viel Stauraum hinter den Sitzen »FN«.

Für einen GW-Logistik, einen V-LKW – oder wie es in Österreich heißt als »LASTA« –, bietet sich das neue »TGM«-Fahrgestell mit serienmäßiger Doppelkabine an (Bild: Klaus Fischer, Ottobrunn).

Für einen GW-Logistik, einen V-LKW – oder wie es in Österreich heißt als »LASTA« –, bietet sich das neue »TGM«-Fahrgestell mit serienmäßiger Doppelkabine an (Bild: Klaus Fischer, Ottobrunn).

Die viertürige Doppelkabine »DN« bietet weiterhin einer Staffel aus sechs Einsatzkräften Platz. Auch eine lange Mannschaftskabine mit neun Plätzen für die Löschgruppe wird es wieder geben. Die Baureihe »TGS« startet mit »NN«, dem Nahverkehrsfahrerhaus. Auch hier heißt die längere Ausführung mit niedrigem Dach »FN«. Viele Aufbauhersteller docken ihren Mannschaftsraum am »CC«-Fahrerhaus an. MAN bietet eine großflächige Kommunikationsöffnung. Der nach der Crashsicherheitsnorm ECE R29-3 geprüfte Ausschnitt aus der Fahrerhausrückwand ist 1753 Millimeter breit und 750 Millimeter hoch. Das erleichtert sehr den Kontakt zwischen dem Fahrzeugführer vorne und der hinten sitzenden Mannschaft.

Auch beim neuen »TGL« gibt es die beliebte geräumige Doppelkabine mit sechs Sitzplätzen für eine Staffelbesatzung. Sie bietet viel Platz zum Einbau von zwei Atemschutzsitzen. Hier als »TSF-W« mit Aufbau von Furtner + Ammer (Bild: Klaus Fischer, Ottobrunn).

Auch beim neuen »TGL« gibt es die beliebte geräumige Doppelkabine mit sechs Sitzplätzen für eine Staffelbesatzung. Sie bietet viel Platz zum Einbau von zwei Atemschutzsitzen. Hier als »TSF-W« mit Aufbau von Furtner + Ammer (Bild: Klaus Fischer, Ottobrunn).

Damit in der Kombination aus Fahrgestell mit Kabine und dem Aufbau von den darauf spezialisierten Herstellern ein Einsatzfahrzeug entsteht, nimmt MAN bei Bedarf Anpassungen am Fahrerhaus und am Fahrgestell, am Antriebsstrang und an der Fahrzeugelektronik vor. Das hat den Vorteil, dass der Kunde bei MAN nur einen Ansprechpartner für das branchengerecht vorbereitete Fahrzeug hat und eine von MAN zertifizierte Arbeit mit voller Gewährleistung erhält. Die Verlängerung des Fahrerhauses »CC« um 285 Millimeter vergrößert das Platzangebot hinter den Sitzen, beispielsweise zum Einbau von Sitzen mit integriertem Atemschutzgerät. Die Montage eines Flachdaches steht oft bei Hubrettungsfahrzeugen an, um den Leitersatz oder den Teleskopmast über der Kabine abzulegen und die Vorgaben der Norm zur Fahrzeughöhe einzuhalten.

Mehr Leistung für die Mittelklasse

Der »TGL« startet bei 160 PS. Wie bislang gibt es auch 190, 220 und 250 PS. Beim »TGM« stehen drei Leistungsstufen zur Wahl: Die Sechszylinder-Motore leisten 250, 290 und 320 PS. Neu – aber ausschließlich für Einsatzfahrzeuge – ist, dass die Topmotorisierung nicht mehr nur dem 18-Tonner aus der »TGM«-Baureihe vorbehalten ist, nun können auch Löschgruppenfahrzeuge, Geräte- und Rüstwagen sowie Drehleitern der Massenklassen M II (bis 14 Tonnen Gesamtmasse) und M III (14 bis 16 Tonnen Gesamtmasse) über den 320 PS starken Motor in Behördenausführung verfügen. Den »TGS« treiben zwei Motorenbaureihen an, je nach Leistungsbereich. Der 9-Liter-Motor liefert 330 bis 400 PS. Der mit 12,4 Litern Hubraum größere Motor sorgt für 430, 470 oder 510 PS.

Assistenzsysteme für mehr Sicherheit

Feuerwehrfahrzeuge bewegen sich im Stadtverkehr und in engen verparkten Straßen, müssen rangieren sowie rückwärtsfahren an der Einsatzstelle und auf der Feuerwache. Dabei kann es immer wieder zu kritischen Situationen beim Abbiegen kommen, weil sich Fußgänger, Einsatzkräfte, Radfahrer, Autos oder Hindernisse im toten Winkel befinden. Hier bringt das digitale Spiegelersatzsystem »OptiView« mehr Sicherheit, weil die Kameratechnik die Bereiche neben und vor dem Fahrzeug lückenfrei abdeckt und das Bild auf Monitore im Fahrerhaus sendet.

Mit dem Video-Abbiege-System »VAS« erhält der Maschinist zusätzlich zum Blick in den rechten Seiten- und Rampenspiegel einen Blick auf den Bereich rechts vom Fahrzeug. Eine an der Beifahrerseite der Kabine angebrachte 150-Grad-Weitwinkelkamera liefert ihr Bild auf einen 7-Zoll-Monitor an der A-Säule. Das System aktiviert sich automatisch beim Blinken oder manuell über einen Schalter. Als dritte Sichtunterstützung bietet das »BirdView«-Kamerasystem einen 360-Grad-Überblick, was rund um das Fahrzeug los ist, wo Hindernisse liegen und wo sich Menschen bewegen. MAN Individual befestigt vier 180-Grad-HD-Weitwinkelkameras vorne am Fahrerhaus und ringsherum am Aufbau. Der Blick aus der Vogelperspektive erscheint auf einem 7-Zoll-Monitor. »VAS« und »BirdView« können entweder direkt bestellt werden oder lassen sich nachträglich über den MAN AfterSales nachrüsten.

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